Aktuelles

Editorial Februar/März 2017

Jesus sagt: „Wenn ihr in ein Haus kommt, 
so sagt als erstes:
Friede diesem Haus!“
(Lukas 10, 5)

Jede Institution hat ihre Vertreter. Der Staat hat Polizisten, die sich durch ihre Uniform ausweisen, und Versicherungen haben Vertreter, die man an Anzug oder Kostüm und schönen Prospekten erkennt. Auch Jesus hat seine Vertreter. In Lukas 10 schickt er seine Apostel los, die an seiner Stelle das Reich Gottes ansagen und in alle Winkel des Landes bringen sollen. Als seine Boten stattete Jesus sie mit den Zeichen der neuen Zeit aus, etwa Wunder, Armut und Pazifismus. Die Apostel
kamen also als Vertreter von Jesus und brachten seinen Friedensgruß mit:
„Friede sei diesem Haus, dieser Familie!“.


Auch heute noch ist jeder Christ ein Vertreter von Jesus Christus! Wir sind gesandt, das Reich Gottes anzusagen und die Liebe Gottes zu zeigen. Manches ist heute anders als damals, etwa das Barfußlaufen und Staub-Abschütteln. Aber die gute Nachricht von Jesus und sein Friede sollen uns weiter auszeichnen.

Was bringen wir mit, wenn wir eingeladen sind? Sicher ein „Hallo“, vielleicht auch ein Geschenk – doch da ist mehr. Auch wir kommen nicht nur privat vorbeigeschlappt, sondern „im Auftrag des Herrn“. Und man soll von uns sehen und hören:
„Friede sei mit dir, mit diesem Haus, dieser Familie!“

.Ja, meine Beziehungen sind privat – meine Freunde, Nachbarn und Bekannte. Aber sie sind nicht nur Privatsache. Und ich komme nicht nur alleine und freiwillig dorthin, sondern als ein Gesandter von Jesus. Und also solcher soll ich den Frieden von Jesus mitbringen. So wichtig sind unsere Beziehungen! So einzigartig unsere Besuche! So entscheidend jedes Telefonat…

Der Wochenspruch erinnert uns daran, dass wir ein großes Mandat haben: Wir sind Gottes Zugang zu unseren Mitmenschen! Und wir haben ihnen den Frieden Gottes zu bringen. Das kann explizit sein durch ein Gespräch über den Glauben oder den Segenswunsch: „Gott befohlen“. Das kann aber auch unausgesprochen sein – durch freundliches Auftreten, durch Empathie, durch ein stilles Gebet für unser Gegenüber.

Gott hat einen Zugang in jedes Haus in unserer Stadt! Und das noch viel besser, als es die Stadtwerke oder Facebook je haben können. Gott hat uns und unsere Beziehungen: Freunde, die uns die Türe öffnen; Nachbarn, die uns um Hilfe bitten; Kollegen, die uns vertrauen. Gott hat hier eine starke Vertretung, und er will durch uns seinen Frieden überall spürbar machen.

Christian Pestel

Einblick, Rückblick, Ausblick - Bereich Gebet in der Gemeinde

Betet allezeit mit allem Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit und Flehen für alle Heiligen.
Epheser 6, 18

Liebe Geschwister,

ich weiß, dass das Gespräch mit Gott euer Leben prägt, und Dank sei Jesus Christus, durch den wir Gott, den Allmächigen unseren Vater nennen dürfen.

Ich bin dankbar, dass das Gebet in unserer Gemeinde lebendig ist, im Gottesdienst, nach dem Gottesdienst, in kleinen Gebetsgruppen und Zweierschaften, in den Hauskreisen, mit einem Gebetsimpuls im Gemeindebrief, durch die E-Mail Gebetskette (Danke, Christine) und Telefon-Gebetskette, und ich bin dankbar für die treuen Beter, die sich am 1. und 3. Donnerstag im Monat um 19 Uhr zum Gebet treffen. Auch das Krankengebet möchte ich erwähnen, zu dem wir nach Jak. 5, 14 ff ermutigt werden.
Im März 2016 hatten wir, wie auch schon im Jahr zuvor, zu einem besonderen Gebetsabend eingeladen für Kranke und Lastenträger.

An dieser Stelle möchte ich Esther Wiegand-Dahlke danken, die ein großes Herz für Gebet hat und bereit war uns im Diakonat Gebet zu dienen, obwohl sie wenig Zeit hat und uns auch weiter nach ihren Möglichkeiten unterstützen wird.

Ich habe etwas auf dem Herzen: Könnt ihr euch vorstellen, dass wir als Gemeinde eine Gebetsnacht miteinander verbringen?
Das geht nur gemeinsam! Gern versuchen wir (als Gemeindeleitung) dies zusammen mit einem oder zwei Musikteams zu organisieren. Wir haben als vorläufigen Termin Freitag, 7. April von 20:00 bis 01:00 Uhr vorgesehen.
Über eine Rückmeldung und Mithilfe bei der Vorbereitung würde ich mich sehr freuen. Ich bin gespannt. Gott segne und führe uns.

Möchtest du dich an einer Stelle am Gebet beteiligen? Dann sprich mich an.

Brigitte Brechtel

Einblick, Rückblick, Ausblick - aus dem Seelsorgekreis

2014 hatten wir ein Treffen mit denjenigen, denen das Thema Seelsorge in der Gemeinde ein Anliegen ist. Wir haben uns gefragt: “Was bedeutet uns Seelsorge?“, „Wo wollen wir hin, was müssen wir tun?“. Angeregt wurde, einen verbindlichen Seelsorgekreis zu bilden. So haben wir uns (ca. 10 Personen) drei- bis viermal im Jahr getroffen. Gemeinsam haben wir einen Flyer entwickelt: „Begleitende Seelsorge in schwierigen Zeiten“. Dieser Flyer liegt aus und nennt Ansprechpartner.

Bei jedem Treffen hatte sich jemand zu einem Thema vorbereitet, das wir dann im Gespräch vertieft haben. Schriftliche Unterlagen zum Thema konnten wir dann mitnehmen. Themen waren unter anderem: „Möglichkeiten und Grenzen von Seelsorge“, „Das Krankengebet“, „Trauerbegleitung“ und ein Vortrag zum Thema: „Sucht/Abhängigkeit“, zu dem wir die Gemeinde eingeladen hatten.

Von Oktober 2014 bis September 2016 haben vier Personen des Seelsorgekreises an einer Seelsorgeschulung teilgenommen, die von der IGNIS Akademie in Hemsbach angeboten war. Es waren 15 Lektionen (jeweils freitags und samstags) mit unterschiedlichen Referenten, geleitet von Wolf-Dieter Hartmann und seiner Frau Rose. Wolf-Dieter Hartmann ist Leiter des Bereiches „Gemeinde und Seelsorge“ der IGNIS Akademie.

Zu Beginn unseres Seelsorgekreises suchten wir jemanden zur Supervision. Nun hat uns Wolf-Dieter Hartmann diese Supervision angeboten, zusammen mit dem Seelsorgekreis aus Hemsbach. Im Rahmen der letzten Schulungseinheit in Hemsbach haben wir uns mit ihm getroffen und darüber gesprochen. Thema war: "Begleitung der Seelsorgekreise" und "Wie transportiere ich die Seelsorge in die Gemeinde?".
Er hat uns zwei Termine im Jahr angeboten. Der erste Termin fand am 12. Januar in der EFG Hemsbach statt, zum Thema "Depression".

Zum nächsten Themenabend mit Wolf-Dieter Hartmann wollen wir die Gemeinde und Außenstehende einladen. Gott führe und segne unser Vorhaben.

Ich danke Gott für euch, denn jeder kann und soll dem anderen ein Begleiter sein und ich danke den Geschwistern, die sich für seelsorgerliche Gespräche und Begleitung von Gott in besonderer Weise gebrauchen lassen.

Wäre das ein Bereich, bei dem du gern mitarbeiten würdest?
Sei doch einfach mal dabei, bete, und wir überlegen gemeinsam, wo dein Platz sein könnte.

Brigitte Brechtel

Eine großartige Gemeinde

Eine gute Gemeinde hat ein Konzept, das jeden anleitet, seine Gaben einzubringen. Eine großartige Gemeinde aber hat Menschen, die sich anbieten, ihre Gaben einzubringen.

Eine gute Gemeinde hat ein attraktives, einladendes Programm.
Eine großartige Gemeinde aber hat Menschen, die ihren Glauben anziehend und einladend leben.
Eine gute Gemeinde hat ein schönes Gemeindehaus und einen Hausmeister.
Eine großartige Gemeinde aber hat Menschen, für die das Gemeindehaus ein Zuhause ist, für das sie mit vielen kleinen Handgriffen sorgen.
Eine gute Gemeinde hat viel Wunderbares.
Eine großartige Gemeinde mag vieles davon nicht haben, aber sie hat Menschen; Menschen als Antwort auf die Themen, die das Programm der Gemeinde sind - Menschen mit einer großartigen Einstellung!

Manchmal denke ich, um eine gute Gemeinde zu sein, müssten wir Aufrufe starten: „Wir brauchen Mitarbeiter – für Gottesdienst, Musik, Kigo und Jungschar!“. Das unterstreicht meist jedoch nur, was nicht so gut läuft.
Doch dann sehe ich bei uns an vielen Stellen eine großartige Gemeinde aufleuchten: Menschen, die nicht von ihren Ansprüchen her denken, sondern von ihren Möglichkeiten, die auch das tun, wozu man keine Begabung braucht, sondern Passion (z.B. abwaschen, Stühle stellen…), denen das wichtig ist, was man kaum organisieren kann (z.B. auf Gäste zugehen).
Und ich bin beeindruckt, wie viel Potential für eine großartige Gemeinde wir haben!

Und darum möchte ich niemanden unter Druck setzen mit unseren Engpässen! Lieber rede ich von der großartigen Gemeinde, die ich sehe - Menschen die sich gerne einbringen, die ihre Möglichkeiten nutzen, die Gemeinschaft stiften, bei denen man stolz ist, mit ihnen zusammen zu einer Gemeinde zu gehören!

Und ich lade jeden herzlich ein: Wenn euch etwas auffällt, wo es bei uns hakt, sprecht die Mitarbeiter an, die Diakone und die Ältesten! Wem etwas auffällt, der hat ein Herz für das Anliegen, und der hat Möglichkeiten, es mit zu gestalten.
Genau das ist es, was wir brauchen! Genau so wird der Traum von einer großartigen, einladenden und wachsenden Gemeinde wahr.

Christian Pestel

Das Brillen-Wunder

Manche Geschichten muss man einfach erzählen! Und mache Geschichten sind so gut, dass man sie auch festhalten muss! Das tue ich hier an Stelle von Günter, der nicht so gerne schreibt, zur Ehre Gottes!

Es war in der ersten Januar-Woche. Morgens früh machte Günter seine Andacht. Im Gebet sagte er Gott, dass er ihn neu erleben möchte, dass er ein Zeichen von Gottes Liebe und Führung brauche. Manchmal haben wir solche Bestätigungen und Erneuerungen unseres Glaubens bitter nötig.
Anschließend steckte er seine recht teure Lese-Brille in ein Etui und dieses in die Hosentasche. Mit dem Motorroller fuhr er zur Arbeit ins Krankenhaus. Unterwegs hörte er mal etwas scheppern, dachte sich aber nichts dabei. Nach zwei Stunden erst fiel ihm siedend heiß auf, dass die Brille nicht da war! Erschrocken fragte er in der Verwaltung nach, ob er kurz nach Hause fahren könne, um sie zu suchen. Er durfte. Günter fuhr nach Hause, aber dort war die Brille nicht. Auf dem Weg zurück zum Krankenhaus suchte er die ganze Strecke ab – immer mit dem Gebet, „Herr, lass mich bitte diese Brille wieder finden!“. Doch sie lag nirgends.

Zuletzt aber, kurz vor dem Krankenhaus, lag die Brille, am Rande der doppelspurigen Mannheimer Straße! Das Etui war weg, vermutlich durch den Verkehr pulverisiert – aber die Brille lag völlig unbeschädigt auf der Hauptausfallstrasse, auf der stündlich hunderte PKW und auch LKW fahren. Perplex über dieses Wunder nahm Günter die Brille wieder an sich. Gott hatte ihm eine starke Gebetserhörung geschenkt!

Manche sagen nun zu ihm: „Da hast du aber Glück gehabt!“ oder „Was für ein Zufall!“. Aber alle, die mit Gott rechnen, die im Alltag offen sind für die Zeichen Gottes, nennen so etwas mit Fug und Recht ein Wunder! Und das Beste daran ist dann nicht die wiedergefundene Brille oder der nicht entstandene Schaden, sondern die Erhörung des Gebetes. Gott zeigt uns seine Nähe und Liebe im Alltag und er erhält unseren Glauben.

Danke, Günter, für diese tolle Geschichte!
(Christian Pestel)

Gedanken zum Monatsspruch für Februar 2017

„Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus!“ (Lukas 10,5)

Wenn ich ehrlich bin, ist es eine recht lange Zeit her, dass ich mir Gedanken darüber gemacht habe, mit welchen Worten ich meine Mitmenschen begrüße. Sicherlich verwende ich unterschiedliche Formeln, abhängig von Anlass, Beziehung, Tageszeit, Ort und anderen Variablen. Mal sage ich „Guten Morgen!“, ein anderes Mal grüße ich „Herzlich Willkommen!“ und mal ist ein einfaches „Hi!“ ausreichend. Doch wirkliche Bedeutung schreibe ich diesen Worten selten zu. Im Idealfall sind sie angemessen und höflich.

Der Monatsspruch für Februar thematisiert eine vermeintliche Nebensächlichkeit, denn er widmet sich genau diesen Worten, die bei der Begrüßung benutzt werden sollen. Betrachtet man die Kultur des Nahen Ostens, so enthält der gegenseitige Gruß nicht nur Informationen über die Tageszeit („guten Morgen“ - „guten Tag“ - „guten Abend“). Er beinhaltet das Wort „Frieden“!

Nahöstliche Grüße sind so bekannt, dass wahrscheinlich wir alle sie bereits in mehreren Sprachen gehört und verstanden haben. Als Christ stolpert man häufig über „Shalom“. Den meisten wird auch das arabische „Salam aleikum“ geläufig sein. Aramäisch spricht man „Shlomo“ und erhält die Antwort „zel ba-Schlomo“. Alles klingt ähnlich, denn die Sprachen sind miteinander verwandt. Und obwohl der Nahe Osten nicht gerade mit Friede, Freude, Eierkuchen Schlagzeilen macht, so sind sich doch alle seine Bewohner zumindest beim Gruß einig.

Jedes Mal, wenn sich Menschen begegnen, sprechen sie das Wort „Frieden“ aus. Jedes Mal wird daran erinnert, dass wir Menschen in Frieden zusammenleben sollen. Jedes einzelne Mal!

Ich finde es zum Einen bemerkenswert, dass man sich auf so freundliche Art und Weise begrüßt und mit dem Wort „Frieden“ ein Gespräch positiv beginnt. Versuche doch einmal, jemandem ehrlich einen friedvollen Tag zu wünschen und dabei grantig zu schauen! Das ist fast unmöglich. Zum Anderen erachte ich es als denkwürdig, einmal mehr über meine Worte, Wortwahl und Sprache nachzudenken. Wie oft sage ich etwas dahin, ohne darüber nachzudenken? Wie oft verletze ich damit Mitmenschen? Wie oft entstehen Gerüchte, weil wir nach dem Stille-Post-Prinzip kommunizieren? Wie oft meine ich jedes einzelne Wort wirklich so, wie ich es sage?

In diesem Sinne: Friede sei mit euch!

Katharina Peteani

2017- das Jahr der Veränderungen!

In den letzten Monaten hat sich viel getan. Nach einem unerwarteten Finanzeinbruch in unserer Organisation waren wir gezwungen, das Budget unserer Abteilung zu kürzen. Leider war es nur möglich Gelder einzusparen, indem Gehälter gekürzt werden, so dass Benjamin die Organisation freiwillig verlassen hat, damit kein anderer Mitarbeiter gekündigt wird. Die Zeit danach war keine leichte Phase in unserem Leben. Außenkontakte zu pflegen war in alledem sehr schwierig für uns. Emotionaler Stress und intensive restliche Arbeiten an Benjamins Forschungsarbeit ließen ihn vor Beginn einer neuen Arbeit gesundheitlich ausscheiden. Diese Erlebnisse haben uns in ein tiefes Tal geführt, in dem wir Gott mit der Zeit intensiv erlebt haben.

Nach längerer Erholungspause schauen wir nun zuversichtlich auf das Jahr 2017, das mit der beruflichen Neuorientierung beginnt. Dies sieht bisher gut aus und Gott legt uns den Dienst in Kirche und Mission weiter ans Herz. Zwei Gemeinden haben deutlich kommuniziert, dass sie Benjamin gerne als Pastor anstellen möchten. Wir beten, dass Gottes Wille geschieht und wir einen Platz finden, wo wir als ganze Familie aufgehen, neue Menschen kennen lernen und schöne, gesunde Erfahrungen sammeln können.

Auch für meine Arbeit unter Flüchtlingen werden Veränderungen vorprogrammiert sein. Die Sozialbetreuung unserer Flüchtlinge in der Anschlussunterkunft endet im März. Das bedeutet, dass vom Landratsamt keine Gelder mehr fließen, um die Sozialbetreuung weiter laufen zu lassen. Die Bewohner müssen sich dann mit ihren Belangen an die Migrationsberater in der Gegend wenden. Daran habe ich sehr zu knabbern, weil dieser Fakt Veränderungen mit sich bringt, bei denen ich noch nicht weiß, in welche Richtung sie gehen sollen. Mich beschäftigen solche Fragen:
"Wie wird diese Veränderung die Beziehungen zu den Bewohnern beeinträchtigen? Wie könnte eine weitere Arbeit im Haus jetzt überhaupt noch aussehen?".

Zudem kommt auch noch eine Veränderung bei der Arbeit unter den minderjährigen Ausländern (UMAs). So wurden Anfang Januar vier Inobhutnahmestellen zusammengelegt und die komplette Betreuung an eine säkulare Betreiberfirma übergeben. Nun laufen Verhandlungen, ob und wie diese Firma unsere Arbeit weiter laufen lassen möchte oder nicht. Wenn nicht, ist natürlich die Frage, welches neue Projekt wir als Abteilung für Flüchtlingsarbeit angehen möchten.

Wie ihr merkt, ist gerade wirklich alles unsicher. Ich hoffe und bete, dass Gott mir zeigt, wo er mich und diese Arbeit zukünftig haben will.

Gerne dürft ihr im Gebet diese Veränderungen, die uns privat als Familie und auch im Beruflichen betreffen, mittragen. Danke für eure Unterstützung!

Eure Natalie Rudolph

Was ist Wahrheit?

Namen wie Galilei, Kopernikus oder Ignaz Semmelweis stehen für die Frage nach der Wahrheit. In Europa war sie jahrhundertelang zentral und ermöglichte dort die großen Aufbrüche in Wissenschaft, Technik und Medizin. Zuletzt allerdings kam die Wahrheit in Verruf: Jeder solle seine Wahrheit haben, alles sei gleich wahr, ja ein Wahrheitsanspruch sei sogar fanatisch. Im Pluralismus schien das eine gute Idee zu sein, die jedem seine Freiheit ermöglichte.

Nun aber ist die Wahrheit-Frage wieder top-aktuell und brandgefährlich geworden. Brexit, Islamistischer Terror, Russia Today und Donald Trump fordern uns heraus und stellen unsere Gesellschaft in eine Zerreißprobe zwischen Populisten und alten Eliten, zwischen „Qualitätspresse“ und „sozialen Medien“. Unsere Freiheit ist brüchig geworden, sogar der Friede in Europa scheint in Gefahr zu sein.

Und plötzlich erkennt die Gesellschaft, wie elementar die Wahrheit ist und sie spricht über „postfaktisches Verhalten“, „Fake-News“, „Filterblasen“ und „alternative Wahrheiten“ (Einführung von Donald Trump). Bei uns wird sogar über eine Zensurbehörde gegen „Fake-News“ nachgedacht, als wäre der Staat je ein guter Wächter über die Wahrheit gewesen („Prawda“ fällt mir dazu nur ein, russisch für „Wahrheit“). Doch all die Ratlosigkeit macht eines deutlich: Dass die Wahrheit der einzige Schutz ist gegen Wirklichkeitsverweigerung und Manipulation!

Für Christen aber sollten das helle Glockenschläge sein! Diese Entwicklung ist für uns eine Ermächtigung, wieder von der Wahrheit zu sprechen. Wir können begründen, dass wir daran lieber unsere Werte festmachen als am Zeitgeist!

„Was ist Wahrheit?“, fragte Pontius Pilatus schon Jesus, um alles zu relativieren (Joh. 18,38). „Wer will festlegen, was Wahrheit ist?“, fragt eine müde gewordene Gesellschaft und wird leichte Beute für Populisten, Lobbyisten oder Journalisten. Wir Christen aber dürfen mit neuem Selbstbewusstsein sagen: „Die Wahrheit, der wir folgen, heißt Jesus Christus! An ihm orientieren sich unsere Werte! Er bleibt unser Maßstab auch angesichts von Terror, Populismus, gesellschaftlicher Spaltung und Bundestagswahl“.

Keiner kann uns heute sagen, was wir von der Zukunft erwarten können – was mit Brexit, Flüchtlingskrise, Islamisierung oder Destabilisierung in Europa auf uns zu kommt. Wir aber können den Menschen sagen, was sie von uns erwarten können: Dass Jesus für uns „der Weg, die Wahrheit und das Leben“ ist, dass wir ihm folgen, statt Mainstream oder Schwarmintelligenz. In der ratlosen Gesellschaft können wir selbstbewusst Botschafter sein von der Wahrheit, die unser eigenes Leben trägt: „Lasst euch versöhnen mit Gott durch Jesus Christus.“

Christian Pestel

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06201 469923

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Monatsspruch

„Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus!“ (Lukas 10,5)

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