Aktuelles

Editorial April/Mai 2017

Und aus dem Himmel sprach eine Stimme:
»Du bist mein geliebter Sohn,
an dir habe ich Freude.«
(Mk 1,11)

Mitten in der Passionszeit stelle ich Dir mal ein paar merkwürdige Fragen: Erwartest Du es, von anderen Menschen gefeiert zu werden? Erwartest Du es, Komplimente für Dein Aussehen oder für Dein Privat- und Berufsleben zu bekommen? Oder ganz allgemein gefragt: Erwartest Du es regelrecht, dass andere Menschen einfach anfangen Dich zu lieben, wenn sie Dir begegnen und Dich kennenlernen? Ehrlich gesagt, ich vermute: Nein! Und damit sind Du und ich nicht allein. Wir Menschen, so sagt uns die Bibel, werden nämlich mit einer Art Defekt geboren. Von Geburt an sind wir Sünder. Eine Folge davon ist der Zweifel daran, dass uns jemand lieben könnte, so wie wir jetzt sind. Deshalb sind wir oft getrieben von dem Druck, uns durch Leistung liebenswert machen zu müssen. Gute Leistungen in unserem Leben und das Erfüllen von Schönheitsidealen versprechen uns nämlich das große Glück, geliebt zu werden und dazuzugehören. Aber was ist, wenn es wir es einfach nicht schaffen? Wenn wir anderen etwas schuldig bleiben? Wenn wir einfach nicht mithalten können, sei es gesundheitlich oder intellektuell? Ich glaube, wenn wir einen Moment innehalten und ehrlich mit uns selbst sind, erkennen wir: Der einen oder anderen Erwartung können wir vielleicht sogar für eine Zeit entsprechen. Aber da sind auch die Dinge, die wir geradezu nicht kontrollieren können und auch gar nicht mehr rückgängig machen können. Wir haben unsere Schwächen und auch Einschnitte in unserer Biografie. Und weil wir oft von unserer Leistung unsere Bedeutung und Liebenswürdigkeit ableiten, erwarten wir auch nicht, dass uns jemand lieben könnte, wenn er uns nur durch und durch kennen würde. Wir sind nämlich schon aus unserer Sicht alles andere als perfekt.

Auch wenn es um Gott geht, kommt oft der Zweifel: Kann Gott mich jetzt noch lieben nach all dem, was vorgefallen ist? Wir erwarten nicht das, was Gott der Vater über seinen Sohn Jesus in Mk 1,11 ausspricht: »Du bist mein geliebter Sohn/Tochter! An dir habe ich Freude!«

Die Passionszeit ist aber die Erinnerung daran, dass Gott uns auch mit unseren Fehlern liebt; dass Gott Dich, den Sünder, liebt. Genau das ist möglich geworden, weil Jesus an unserer Stelle ein im Sinne Gottes perfektes Leben führte und damit stellvertretend für unser Versagen sterben konnte. Genau dieser Tod Jesu – und nichts Anderes – ist die Grundlage dafür, dass Gott uns so lieben kann; dass Dir und mir auch dieser Satz gilt: Du bist mein geliebter Sohn! Du bist meine geliebte Tochter!

Herzliche Grüße,
Christian Bardtke

Al Massira Kurs

Liebe Geschwister,

in der Dezemberausgabe unseres Gemeindebriefes habe ich euch über Al Massira, einen Glaubensgrundkurs für Menschen aus dem arabischen Raum, berichtet.

Am 22. Februar haben wir nun bei uns einen Kurs gestartet. Dank unseres Integrationsprojekts haben wir mit Laith Mtity und Poulin Fuaad Sheba zwei Dolmetscher zur Verfügung. Das ist ein wirklich großes Geschenk!

Wir beginnen den Abend mit dem Video, damit danach beim Essen schon die Möglichkeit besteht sich darüber zu unterhalten. Danach besprechen wir den Film in zwei Kleingruppen. In der einen sind 5 junge Männer mit Laith als Dolmetscher. In der anderen Gruppe ist ein kurdisches Ehepaar. Hier ist Poulin als Dolmetscherin, da sie diesen kurdischen Dialekt sehr gut kennt.

Die Gespräche laufen gut. Unsere Gäste stellen viele Fragen. Zwei der Männer haben bereits den Wunsch geäußert sich bei uns taufen zu lassen. Das freut uns sehr! Lob und Preis dem Herrn!

Doch wir brauchen auch Unterstützung! Nicht nur im Gebet, sondern auch bei der Vorbereitung des Essens und dem anschließenden Aufräumen. Auch die Fahrdienste, die unsere Gäste abholen und später wieder nach Hause fahren bräuchten noch Unterstützung. Das kann auch so geregelt sein, dass jemand die Leute abholt und jemand anderes sie nach Hause bringt.

Wer beim Essen (Fingerfood) mithelfen möchte, kann sich mit Carmen Stumpf in Verbindung setzen und sich informieren. Die Fahrdienste koordiniert Karl Theo von der Trenck.

Wir freuen uns auf eure Unterstützung!

Für das Al Massira Team – Kurt Jäger

Aufgewacht!

7 Wochen WeckerChecker im Kindergottesdienst - ich will euch ein wenig davon erzählen:

Jeden Sonntag klingelte oben im Gottesdienst der Wecker, und das war unser Signal! Ein Mitarbeiter nannte oder veranschaulichte unser Thema, ermutigte Familien und Gemeinde zum Nachfragen bei den Kindern, und dann stürmten wir nach unten.

Dort gab's zuerst Lobpreis mit allen zusammen - fröhlich, nachdenklich, mit Händen und Füßen. Unter Anleitung von Anke, Tobias und Heike haben wir eine ungeahnte Freude am Singen entdeckt.

Dann hatte jeweils ein Kigo-Mitarbeiter einen Impuls vorbereitet:

  • In Dalli-Klick-Manier Promis erraten - und warum Jesus einzigartig ist.
  • Ein glänzender Stein in einem Schächtelchen - jeder hat eines geschenkt
    bekommen mit dem Zuspruch Gottes "Ich habe dich gemacht, du bist mein
    geliebtes Kind. Du bist wertvoll."
  • Unsere "Schuldscheine" im Feuer verbrannt - und wie Jesus uns unsere
    Schuld vergibt.
  • Ein leckeres Vesper aus der Butterbrotdose - und wie die Bibel ordentlich
    gefüllt ist mit Gutem für jeden Tag.
  • "Familie Meier am frühen Morgen" ein kleines Theaterstück - und wie Gott uns
    in Familie und Gemeinde stärken und segnen will.
  • Helga Junge live als Interviewgast erzählt über ihr Leben in der DDR - und
    dann unser Dank für Freiheit aber auch Fürbitte für die vielen verfolgten
    Menschen.
  • Ein bunter Kaffeelöffel als Hinweis auf einen leckeren Nachtisch - und wie wir
    mit Jesus wissen "das Beste kommt noch"!

Mit diesen sieben Impulsen haben wir uns wachrütteln lassen und sind dem Glauben an Jesus auf den Grund gegangen. Was hat uns das heute zu sagen? Und wie kann das, was wir verstanden haben, in Hände, Füße und Herz gelangen? "Steh auf! Wir halten zu Jesus, das ist doch klar", so erinnert uns der WeckerChecker-Song, in der Schule oder Arbeit, in der Familie, unter Freunden und "Feinden" mit Jesus zu leben!

Es war eine intensive und wertvolle Zeit! ...mit Plenum, Spielen, Theater, Videoclips, Lobpreis und großem Mitarbeiter-Einsatz etwas Besonderes!
Für Jesus stehen wir auf - wenn nicht jetzt, wann dann?!

Magdalene Evers

Weinheimer Mittagstisch 2017

Liebe Geschwister,

vom 30. Januar bis 4. Februar fand der Weinheimer Mittagstich wieder in unserer Gemeinde statt.

In einem engagierten Team um Irmgard Aberle, Ilse Dick und Renate Kohn haben wir wieder viele obdachlose und bedürftige Menschen ab 10 Uhr mit Kaffee, Tee, Kaffeestückchen und Getränken versorgt. Um 12 Uhr gab es dann ein schmackhaftes, warmes Mittagessen. Im Schnitt kamen täglich ca. 55 Gäste, und in der Woche haben wir 482 Essen ausgegeben. Außerdem wurden 330 Vespertüten zum Mitnehmen gepackt.

Ein großes Dankeschön geht an alle, die sich zu Gesprächen mit den Menschen eingefunden haben. Dies ist ein wesentlicher Teil dieser Aktion. Die Gäste können ihre Sorgen und Nöte abladen und erhalten Zuwendung.

Herzlichen Dank an das ganze Team, für jede Unterstützung, sei es durch praktische Hilfe, durch Sachspenden oder auch Gebet! Dadurch wurde es eine gelungene Woche und wir hatten dankbare Gäste.

Für das Mittagstisch-Team – Irmgard Aberle und Kurt Jäger

Herzliche Einladung zu Popcorn-Club und Flohzirkus

Liebe Kids, liebe Eltern,

seit Januar findet wieder, parallel zur Jungschar, für Kinder von 6-8 Jahren der POPCORN-CLUB statt. Momentan sind wir zwischen 5 und 8 Kinder, hören spannende Geschichten aus der Bibel, singen witzige Lieder, genießen Aktivitäten in Wald und Wiese, werkeln gerne mit Holz und haben einfach Spaß miteinander.
Wir treffen uns freitags von 16:35-18:15 Uhr im Gemeindezentrum.
Herzliche Grüße,
Heike :-))

P.S.: gleichzeitig findet für die 0-5jährigen von 16:30-18:00 Uhr der Flohzirkus statt. Auch dazu sind alle herzlich willkommen.

Gedanken zum Monatsspruch für Mai 2017

„Eure Rede sei allzeit freundlich und mit Salz gewürzt.“ (Kolosser 4,6)

Allzeit. Freundlich. Rede.

Diese drei Worte fallen mir beim ersten Lesen dieses Bibelverses direkt ins Auge. Ich mag diesen Vers auf Anhieb, weil er so klar und eindeutig ist. Ich muss nicht erst im Lexikon nachsehen, um ihn zu verstehen. Ich benötige auch keine Konkordanz, kein Geschichtsbuch, keinen schlauen Professor oder wochenlang Zeit um herauszufinden, was er bedeutet.

Macht dieses einfache Verstehen den Inhalt der Bibelstelle leichter umzusetzen? Oh nein! Wenn ich auf die drei Worte oben zurückkomme: Zwei von ihnen einzuhalten fällt mir nicht schwer. Mir ist es ein Leichtes allzeit zu reden. Es fällt mir auf der anderen Seite auch nicht schwer freundlich zu reden. Schwierig wird es für mich, wenn ich alle drei Ansprüche kombiniere: Nicht nur immer zu reden, oder nicht nur freundlich zu reden, sondern immer dann, wenn ich spreche, dies auch freundlich zu tun. Im Alltag ertappe ich mich immer wieder dabei, wie ich dieses Ziel verfehle.

Nun eröffnet der Monatsspruch sogar noch eine andere Ebene: „...und mit Salz gewürzt.“ Das bedeutet: Wir sollen nicht „nur“ freundlich sprechen, denn dann sprächen wir unserem Gegenüber nach dem Mund. Nein, Gott erwartet von uns auch, dass wir (s)einen Standpunkt vertreten, dass wir für (s)eine Meinung einstehen, dass wir uns gegenseitig ermahnen, aufmuntern, ermutigen und zurechtweisen – eben die gesamte Bandbreite dessen abdecken, was er Jüngerschaft und gemeinsames Wachsen im Glauben ausmacht.

Die hohe Kunst besteht darin, die richtige Balance zwischen „freundlich“ und „mit Salz gewürzt“ zu finden. Es ist eine Herausforderung. Doch wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen und uns immer wieder vor Augen führen, dass wir füreinander das Beste wollen, so können wir es schaffen, zusammen zu wachsen, Fehler zu verzeihen, unsere Kommunikation zu verbessern und uns gegenseitig im Glauben zu stärken.

Katharina Peteani

Infos

Unsere Adresse:
Waidallee 2, 69469 Weinheim
06201 469923

So finden Sie uns

Gottesdienste: (Fast) immer sonntags um 10 Uhr

Editorial

Und aus dem Himmel sprach eine Stimme: »Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Freude.« (Mk 1,11)

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Monatsspruch

„Eure Rede sei allzeit freundlich und mit Salz gewürzt.“ (Kolosser 4,6)

Allzeit. Freundlich. Rede.

Diese drei Worte fallen mir beim ersten Lesen dieses Bibelverses direkt ins Auge. Ich mag diesen Vers auf Anhieb, weil er so klar und eindeutig ist. Weiter...