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Editorial Dezember/Januar 2017/18

23.12.2017

"Heute ist euch der Retter geboren worden,
in der Stadt Davids: Christus, der Herr!
Und an diesem Zeichen könnt ihr ihn erkennen: Ihr werdet ein neugeborenes Kind finden, das liegt in Windeln gewickelt
in einer Futterkrippe." (Lukas 2,11-12)

Ein kleines Mädchen darf beim Krippenspiel den Engel spielen. Beim Heiligabend-Gottesdienst steht es im Engelskostüm am Rande und beobachtet gebannt, wie Maria und Josef kommen, was der Wirt tut und was die Hirten reden. Dann wird ihm gesagt: „Nun bist du dran!“ Ganz gefangen vom Wunder der Heiligen Nacht fragt es: „Soll ich gehen oder fliegen?“
Schön, wenn jemand so offen für Weihnachten ist! Wenn jemand zuschaut und hinhört, was da geschieht. Wenn sich jemand davon berühren lässt, dass Gott Mensch wird. Dass Jesus in das Dunkel der Welt kommt! Dass er zu seinem Geburtstag grade die einfachen Hirten einlädt. Das ist echt bewegend!
Leider sind wir so an diese Geschichte gewöhnt. Für uns hört sich das kaum noch geheimnisvoll oder beglückend an. Und wir können „Euch ist heute der Heiland geboren“ kaum noch für uns selbst hören. Das ist schade.

Vielleicht können wir an den Kindern noch etwas von dem Zauber sehen, den wir selbst einmal gespürt haben. Doch vor allem sollten wir wieder ganz neu hinhören, was das Neue, das Spektakuläre, das Himmlische an Weihnachten ist!

Die Hirten haben etwas ganz Besonderes erlebt: Sie sahen und hörten die Engel. Viel wichtiger jedoch war natürlich die Botschaft der Engel. Doch was sie den Hirten versprachen und was sie fanden, das war gar nicht gewaltig! Ja, es war nicht einmal besonders, sondern nur ein Baby in einer Futterkrippe. Für uns hört sich das weihnachtlich-nett an, aber es war gewöhnlich, ärmlich, und auch damals schon erbärmlich.

Der Grund für die Freude der Hirten war, dass sie es annahmen, was über dieses Kind gesagt war. Sie akzeptierten es als die Erfüllung der großen Verheißungen. Sie störten sich nicht an dem Widerspruch von „Baby“ und „Retter“. Sie nahmen es an und waren bereit zu warten. Sie gaben der Hoffnung sofort Raum, weil Gott angefangen hatte zu handeln. Obwohl alles beim Alten blieb, waren die Hirten ermutigt, belebt und voll Freude, denn ihr Retter war geboren!

„Heute ist euch der Retter geboren.“ Als Information ist das für uns langweilig. Als Appell ist das heute kraftlos. Doch wenn wir das, was wir sehen und hören – Jesus Christus, der Retter der Welt – wenn wir es so annehmen, es akzeptieren, wenn wir warten können, dann ist es große Freude. Es reicht zu wissen, dass Gott angefangen hat zu handeln. Es reicht zu sehen, dass Jesus die Liebe und Rettung ist, die Gott versprochen hat! Was könnte nicht alles passieren, wenn wir dem Raum gäben? Man wüsste gar nicht mehr, ob man gehen oder fliegen soll!

Christian Pestel

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