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Leitartikel Oktober/November 2018

03.10.2018

„Alle blicken voll Hoffnung auf dich
und jedem gibst du Nahrung zur rechten Zeit.
Du öffnest deine wohltätige Hand,
und alles, was lebt, wird satt.“

(Ps 145,15-16) 

 

Erntedank – das Fest scheint aus der Zeit gefallen. Lebensmittel kaufen wir im Supermarkt, kaum einer betet noch um das „tägliche Brot“ und uns interessieren höchstens noch die Weltmarktpreise für Kaffee und Zucker. Ein „Fest der Zufriedenheit mit der Versorgung“ trifft die Gefühlslage heute eher...

Wer aber die Augen offenhält, der spürt wie wenig selbstverständlich alles ist: Dieses Jahr hat uns eine Jahrhundert-Dürre beschert. Die Landwirtschaft musste deutliche Ernteeinbußen hinnehmen (Getreide, Kartoffeln, Mais…). Doch in der Summe kommt sie recht gut klar damit. Viel dramatischer aber trifft es den Wald. Ihm werden wir die Folgen des Sommers noch jahrelang ansehen: Vertrocknete Einzelbäume, Auflösung von Waldrändern, Entmischung der Mischbestände, Verschwinden des Waldes an Trockenstandorten, nachfolgender Bodenerosion…. Zurzeit rechnet man damit, dass durch die Dürre 5 Mio. Festmeter Holz anfallen (ca. 10% der jährlichen Holzernte), durch Borkenkäfer und Herbststürme kann es den geschwächten Wald aber noch viel schlimmer treffen...

Dennoch – und gerade deswegen – feiern wir auch dieses Jahr Erntedank: Weil Gott uns dennoch wieder gut versorgt hat. Weil er uns Menschen eben nicht einfach nur uns selbst und dem Klimawandel überlässt. Je fragiler die Natur erscheint, und je mehr wir durch unseren Egoismus die Erde ausbeuten, desto wunderbarer ist, dass Gott uns die Treue hält! In 1.Mose 8 sagt er: „So lange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ 

Es Ist für uns ein Grund zu Freude und Erleichterung, dass Gott seine Güte nicht von uns abzieht. Sogar Spatz und Eichhörnchen und den Wald erhält er am Leben! Es ist so, wie der Psalm sagt: „Alle blicken voll Hoffnung auf dich“ – selbst wenn sie es nicht wissen. Alle leben wir von Gottes Güte und Treue, selbst wenn die, die nicht an ihn glauben. Nicht unsere Klugheit und Technik, oder unser Egoismus und Versagen bestimmen unser Leben, sondern Gottes Güte, die jeden Tag und jedes Jahr neu ist! 

Wir Christen sollten nicht gebannt auf die Probleme oder Endzeitprognosen starren – sondern von Gottes Treue sprechen. Wir können Mut fassen und Mut machen. Und aus tiefer Dankbarkeit geben wir zu Erntedank auch anderen von dem Überfluss ab, den wir von unserem guten Gott bekommen haben, um seine Güte an andere weiter zu reichen.

Christian Pestel
 

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