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Reisebericht aus Israel

04.12.2018

Vom 08.-12. Oktober war ich zum 3. Mal dienstlich in Israel. Für die, die mich nicht so gut kennen: Ich arbeite für die Bussparte von Daimler und betreue von Seiten des technischen Kundendienstes verschiedene Exportmärkte. Eines vorneweg: Auch wenn mein Bericht nach einem Touristenausflug klingen mag, die Arbeit stand natürlich im Vordergrund, aber die freie Zeit habe ich dann definitiv gut genutzt :-)

Grundsätzlich kann ich sagen, dass ich mich sehr sicher fühle in Israel. Es wird schon bei der Einreise ein sehr hoher Sicherheitsaufwand betrieben. Beginnend mit einem eigenen Abfluggate am Frankfurter Flughafen, das nur von israelischem Personal betrieben wird.

Erstmal angekommen bin ich begeistert davon, dass man in diesem schmalen Land nirgends weit weg ist vom Meer und dass dieses noch im Oktober eine Temperatur von 28°C aufweist. Auffallend ist auch, dass gefühlt alle Menschen in Tel Aviv an der Strandpromenade Sport treiben, und das bis spät in die Nacht. Aufpassen muss man, wenn die vielen Elektroroller oder -bikes völlig geräuschlos heranrasen.

Völlig hilflos fühle ich mich, wenn ich die hebräischen Schriftzeichen sehe oder die Sprache höre. Allerdings kommt man im Alltag mit Englisch sehr gut klar. Das Klima wäre definitiv etwas für mich (und meine Frau Jutta) und das Essen ist extrem vielseitig, weil die Juden ja über die ganze Welt verstreut waren und daher die kulinarischen Köstlichkeiten von dort mit nach Israel gebracht haben. Auch den arabischen Einschlag merkt man natürlich in der lokalen Küche. Obwohl ich in sehr noblen Restaurants essen durfte, am besten und urigsten fand ich es, mittags in einem Industriegebiet zu essen. Zusammen mit dem „ganz normalen“ Volk und immer mit Humus und Brotfladen und zahlreichen kleinen Schüsseln und Tellern, wo sich dann jeder am Tisch bedient. Natürlich gibt es auch hervorragende Weine in Israel. Dass Israel hier eine lange Tradition haben muss, sehen wir an den vielen Gleichnissen von Jesus über Weinberge und Weinstöcke.

Die Menschen habe ich allesamt als sehr freundlich wahrgenommen. Lediglich im arabischen Viertel in Jerusalem, direkt nach dem Freitagsgebet, habe ich mich aufgrund eindringlicher Blicke etwas unwohl gefühlt.

Bedrückend habe ich die Mauern oder Grenzbebauungen zum Westjordanland empfunden. Im letzten Jahr habe ich dort eine Probefahrt mit einem gepanzerten Bus gemacht. Alleine die Tatsache, dass dieser massiv geschützte Bus für den Schülertransport vorgesehen ist und dass selbst dieser fast neue Bus schon seitliche Steineinschläge hatte, bringt einen zum Nachdenken und macht deutlich, unter welcher „Käseglocke“ wir in Mitteleuropa leben.

Auch bedrückend empfand ich den Kollegen in der Werkstatt, der am Wochenende der Armee hilft, „Fireballs“ aus dem Gazastreifen mit seiner Drohne zu zerstören, bevor diese Unheil anrichten können; und die gepanzerten Militärfahrzeuge in den Werkstätten, die mit weißer Farbe beworfen wurden, um die Fahrzeuge aufzuhalten oder Unfälle zu provozieren, weil Steine und Waffen nichts ausrichten können. Die Armee reagiert mit speziell entwickelten Windschutzscheibenreinigungsanlagen – ein Katz-und-Maus-Spiel…

Besondere Höhepunkte dieser 3 Reisen waren der Besuch in der Altstadt von Jerusalem, in Tiberias am See Genezareth mit Blick auf die rot glühenden Golanhöhen, die Taufstellen am Jordan und das Baden im Toten Meer.

Es fasziniert mich, wie viele Erfindungen (gerade auch in Bezug auf autonomes Fahren) aus Israel kommen, wie schön und wie vielseitig das Land und die Menschen sind, wie viel dort gebaut wird und wie viel Geschichte in diesem Land geschrieben wurde und immer noch wird. Vor allem aber fasziniert mich, dass Jesus hier gelebt und gewirkt hat und dass alles, was wir glauben, hier seinen Ursprung hat.

Eines ist für mich klar: Ich muss unbedingt mal mit mehr (privater) Zeit und mit der Familie in dieses wunderbare, von Gott offensichtlich gesegnete Land reisen.

Gerry Grabner

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