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Leitartikel Februar/März 2019

15.02.2019

„Einer aber [der zehn], die Jesus
vom Aussatz geheilt hatte, als er sah,
dass er gesund geworden war, kehrte um
[zu ihm] und lobte Gott mit lauter Stimme.“
(Lk 17,15)

 

Was für eine dramatische Geschichte: 
Da sind 10 aussatzkranke Männer, isoliert und vom Leben ausgeschlossen. „Lebende Tote“ sozusagen. Verzweifelt bitten sie Jesus um Hilfe. Er aber heilt sie nicht wie sonst, sondern er schickt sie zur priesterlichen Meldestelle. Das scheint absurd, ist ihre Krankheit ja zu sehen! Doch als sie losgehen, sehen sie, wie der Aussatz verschwindet. Vor ihren Augen wird ihre Haut gesund! Begeistert lassen sie sich vom Priester „gesundschreiben“ und bringen Gott ihre Dankgebete. Jesus aber vergessen sie.

 

Nur einer macht es anders: Kaum, dass die Heilung klar wird, dreht er um. Er merkt, dass Jesus selbst das Wunder war, dass bei ihm mehr zu finden ist als nur heile Haut! Er geht zurück und lobt Gott! Und Jesus wundert sich, dass es nur einer von zehn ist - noch dazu ein Heide und Ausländer. 

 

Kann das sein, dass Menschen so undankbar und selbstbezogen sind? Sind vielleicht sogar auch wir so - an den Gaben interessiert, nicht aber am Geber, am Segen und nicht dem, der uns liebt? Die Chancen stehen wohl neun zu eins… C.S.Lewis sagte mal etwas wie: „Die Wenigsten suchen nach Wahrheit, oder nach Gott. Wenn sie Hilfe oder Linderung gefunden haben, dann hören die Meisten mit der Suche auf.“ Und so ist es doch oft: In der Not beten wir mehr und werden „frömmer“. Doch kaum ist das Problem vorbei, verflacht das wieder. Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden, ohne weiter Nähe zu Gott zu suchen.

 

Jesus aber sagt zu dem einen Geheilten: „Dein Glaube hat dir geholfen.“ Scheinbar ist nur er wirklich und dauerhaft geheilt. Die Dankbarkeit führte ihn nicht zu einer allgemeinen Religiosität, sondern zu einer Beziehung mit Jesus. Der „kleine Glaube“, Jesus zu gehorchen, führte zu dem „großen Glauben“ an ihn als Messias und er hatte viel mehr als nur die Gesundheit.

 

Neun zu eins. Und wer sind wir? Wer wollen wir sein?

 

Auch der Tag heute wird wieder Schönes und Schweres bringen. Schade, wenn wir das Gute konsumieren und in der Not nur kurz zu Gott kommen. Doch in all dem Schönen und Schweren können wir auch Gott als unser Gegenüber suchen. Er ist da, wenn wir ihm die Nöte bringen. Er freut sich, wenn uns die Dankbarkeit zu ihm treibt. Dann zeigt er uns Jesus Christus als unserem Begleiter, der auch zu uns sagt „Dein Glaube hat dir geholfen!“


Christian Pestel

 

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