Ziel erreicht?

03.08.2019

In Matthäus 28 Vers 19 (hier in der ganz alten Luther-Version) heißt es:
„Gehet hin in alle Welt und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.“

 

Es gibt heute keinen Staat mehr, in dem es gar keine Christen gibt. Selbst in Nordkorea, wo die Verfolgung am härtesten ist, gibt es im Geheimen etliche Christen. Also Ziel erreicht?

 

Jesus meinte nicht Staaten im staatsrechtlichen Sinn, sondern Völker – und auch damit sind nicht Staatsangehörige gemeint, sondern Volksgruppen. Es gibt zwar nur 194 (plus 12 umstrittene) Staaten auf der Welt, aber, da herrscht Einigkeit, etwa 17.000 Volksgruppen. Sie unterscheiden sich nur teilweise nach Staatsangehörigkeit, sondern eher nach Sprache und Kultur – wozu z.B. in Indien durchaus auch die Kastenzugehörigkeit zählt. Viele dieser Volksgruppen sind sehr klein: Etwa 7.000 zählen weniger als 10.000 Menschen. 

 

Gemeinden wachsen meist innerhalb von Volksgruppen und das Evangelium verbreitet sich normalerweise innerhalb sozialer Netzwerke – und damit sind nicht so sehr die elektronischen wie Facebook gemeint, sondern zunächst einmal ganz altmodisch Familie, Freundeskreis, Dorfgemeinschaft – und bleibt daher zunächst einmal innerhalb der eigenen Volksgruppe.

 

Damit das Evangelium von einer Volksgruppe zur nächsten wandert, braucht es interkulturelle Missionsarbeit, also den bewussten Einsatz, zu „anderen“ Menschen zu gehen, zu Menschen, die „nicht wie wir“ sind, und ihnen das Evangelium so zu erzählen, dass es für sie verständlich ist.

 

Viele dieser Volksgruppen gelten als noch vom Evangelium unerreicht – normalerweise definiert man: Volksgruppen mit nicht einmal einem Promille Christen -, und mindestens 6.648 Gruppen mit 2,1 Milliarden Menschen (28 % der Weltbevölkerung) gehören dazu.

 

Aber wir sollten jetzt nicht zu präzise und zahlenlastig werden – selbst 17.000 Schubladen reichen selbstverständlich nicht, um allen Menschen ein Etikett zu verpassen. 

 

Klar ist aber, dass sehr, sehr viele Menschen noch nie so von Jesus hören konnten, dass sie eine Chance hatten, das Evangelium zu verstehen. Klar ist auch, dass es bewusster Bemühungen bedarf, um ihnen die Chance zu geben, zu Jüngern zu werden – also Missionsarbeit in allen ihren Formen.

 

Klar ist ebenfalls, wessen Aufgabe das ist: Es ist die Aufgabe aller Menschen, die das ernst nehmen, was Jesus gesagt hat.

 

Bitte betet mit, dass Gott Menschen bereit macht, über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg denen das Evangelium zu bringen, die es bisher noch nicht hören konnten.

 

Wenn ihr Menschen kennt, die dazu bereit sind, dann unterstützt sie im Gebet, in freundschaftlicher Verbundenheit (auch das brauchen Missionare!) und bitte auch finanziell.

 

Und – wie bequem für uns – es sind jede Menge Menschen aus für die Mission verschlossenen Ländern zu uns nach Weinheim gekommen. Jetzt können wir interkulturelle Feundschafts-Evangelisation in unserer eigenen Straße machen! 

 

Dierk Evers
 

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