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POP PSYCHOLOGIE: Mach einen Pakt mit deinen Augen

06.10.2019

Der Gedanke wurde von unserem Pastor bereits im letzten Gemeindebrief von August/September 2019 unter dem Titel "Etwas Küchentisch-Psychologie" angesprochen.

 

Christian beschrieb die Sorge um die Normalisierung von Konzepten und bestimmter psychologischer Zustände. Dieser Artikel hat zum Inhalt, die enorme Menge philosophischer Mini-Pseudo-Tipps, die durch die sozialen Netzwerke schwirren und auf die wir täglich ungewollt stoßen. Im speziellen jene kleinen Lebensratschläge, die unaufgefordert in Portalen, Veröffentlichungen und Anzeigen uns ins Auge fallen. Die Botschaften, in der Regel kurz und allgemein gehalten, übertrieben positiv, motivierend und in ein attraktives visuelles Format verpackt, damit sie ihre „Opfer“ gut erreichen. Auf diese Weise und mit einem hellen Hintergrund, erscheint die Lebensweisheit vor Sonnenuntergängen, umgeben mit kleinen Vögeln, der Silhouetten eines Buddha und einer Lotusblume oder Einhörnern. Vielversprechend und verheißungsvoll, oder?

 

Neben Internetportalen, die sich ausschließlich diesen Inhalten widmen, finden wir ehemalige Topmodels in ihren 50ern, Influencer, spirituelle Coachs, Sänger und aktuell angesagte Prominente. 

 

Ich möchte die guten Absichten der Autoren nicht in Frage stellen, doch viele dieser Sprüche sind nichts anderes als hohle und billige persönliche Ansätze und Weisheiten mit dem Ziel, egoistisch und triumphierend zu beweisen: Ich allein kann mit der Welt, z. B.:

 

"Starke Leute lächeln trotz gebrochenem Herzen, weinen hinter verschlossenen Türen und kämpfen Schlachten, von denen niemand jemals etwas erfährt."

 

Was für ein Blödsinn, was für eine Behauptung!

 

Tatsache ist jedoch, dass die ständige Verbreitung dieser Art von Botschaften bei vielen Menschen schleichend Ihren Platz finden und Schaden anrichten. Kürzlich hörte ich jemandem zu. Weinend sagte er, obwohl er jeden Tag beim Aufwachen nach einem positiven Gedanken suchte, der ihn unterstütze seine schwere Last zu tragen, es keine Erleichterung bringt. Er versuche mit all seiner Kraft glücklich zu sein, schaffe es aber nicht. Armer Verzweifelter – ich habe ihn bei meinen Gebetsanliegen.

 

Wie Du bemerkst, ist es nicht notwendig, Sigmund Freud zu sein, um zu erkennen, dass diese Art Lebensratschläge bei Menschen, meist mehr Verwirrung stiften als zu helfen. Dabei sind sie meist auch FALSCH. Sie entfernen einen von der wissenschaftlichen Wahrheit (in Kleinbuchstaben) und von der WAHRHEIT (in Großbuchstaben). Ich mache mir unweigerlich Sorgen, dass wir, die wir Jesus nachfolgen, diesem ganzen Wahnsinn ausgesetzt sind. Zu unserem Vorteil haben wir ein grundlegendes Werkzeug, um diesen intellektuellen Abfall aus dem Weg zu räumen: das Wort Gottes.

 

Ich werde den oben zitierten Lebensrat, auf der Grundlage der Bibel beleuchten.
In der Bibel finden wir starke Männer und Frauen wie Ruth, Ana - Samuels Mutter, Maria Magdalena, Jakob, David (siehe den flehenden Ton vieler Psalmen), Saul, Petrus, Johannes, Paulus und der Herr Jesus selbst, die öffentlich weinten, als sie weinen mussten, ohne dass dieser Umstand von ihrer Stärke nahm. Ich ermutige dich, wenn du Lust hast, nach den Versen zu suchen.

 

Die Bibel ermahnt uns zur Gemeinschaft zwischen den Geschwistern, was das Gegenteil zum stillen Leiden ist. Prediger 4: 9-12 sagt: "Zwei sind mehr wert als einer. (...) Wenn sie fallen, hebt einer den anderen auf. (...) Einer kann nur besiegt werden, aber zwei können widerstehen. (...)" Dieselbe Linie zur Förderung der Brüderlichkeit findet sich auch in Hebräer 10:24-25; Römer 12: 4-5; 1. Petrus 3: 8; Apostelgeschichte 2:42 usw.

 

Die richtige christliche Beratung ist aus einer Vielzahl von Gründen von grundlegender Bedeutung. Sie ist Erbauung und Heilung des Gläubigen. Sie unterstützt und orientiert. Sie zeigt Wege, Emotionen freizusetzten und Belastungen abzubauen. Sie fördert die Brüderlichkeit unter den Geschwistern und wendet vor allem die Medizin Gottes durch das Eingreifen des Heiligen Geistes direkt auf die offene Wunde an.

 

Wir sind Brüder in Jesus Christus und wie Paulus in einem meiner Lieblingsverse sagt, lache mit denen, die lachen und weine mit denen, die weinen (Römer 12:15). Trotz allem ermutige ich Dich zu zwei Dingen:

 

1. Mach einen Pakt mit Deinen Augen. Versuche, dass der Filter des Heiligen Geistes diese Art von fadenscheinigen Halbwahrheiten, die hier das Thema sind, auszusortieren. Das Lesen ist bei uns zum Teil automatisiert. Es wird Dir zunächst schwerfallen, die Fälschungen herauszufiltern. Aber in kurzer Zeit wirst Du das automatisiert haben.

 

2. Das Wichtigstes: Leide nicht mehr alleine! Suche nach einem Geschwister Deines Vertrauens, das dir zuhört, und falls du aus irgendeinem Grund keines findest, stehen wir dir gerne zur Verfügung.

 

Qué el Señor os guarde!

 

Mercedes Narros Fernandez
Diakonat-Seelsorge

Übersetzung: Harald Weimann
 

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