Gut beschirmt leben

Unsere Gesellschaft erlebt gerade eine große Krise. Eine bisher unbekannte Krankheit bedroht uns, Corona oder Covid 19 oder auch SARS CoV 2 genannt. Das öffentliche Leben ist zum Erliegen gekommen („shutdown“), das Privatleben ist tiefgreifend unterbrochen („social distancing“). Unsere Planungen und Gewissheiten sind über den Haufen geworfen und die Zukunftsaussichten sind trübe geworden. Für meine Generation ist es die erste tiefe gesellschaftliche Krise überhaupt.

Durch die Medien sehen wir, wie gefährlich diese Krankheit ist, wie in verschiedenen Ländern gelitten und gestorben wurde. Wir haben in diesen Wochen gelernt, auf Fachleute zu hören, etwa Virologen, Epidemiologen, Statistiker oder Minister. Und ich würde sagen, wir sind durch unsere Politiker und Behörden bisher ganz gut durch diese Krise hindurchgeführt worden.

Was aber macht die Kirche währenddessen? Bleiben wir im Hintergrund, während die Musik woanders läuft? Können wir nur staatstragend zum Händewaschen ermutigen oder haben wir einen eigenen, wesentlichen Beitrag? Tatsächlich fällt es den Kirchen durch das Veranstaltungsverbot schwer, diese Zeit mit zu prägen. Fast könnte man den Eindruck bekommen, dass es die Kirchen gerade dann nicht braucht, wenn es drauf ankommt…..

Das aber wäre ein fatales Signal! Denn dies ist doch die Zeit, in der existentielle Fragen wichtig werden! Und wir Christen haben doch genau dazu etwas zu sagen - zum Leben und zum Tod, zur Hoffnung und Umgang mit dem Leid! Da, wo sich Politiker weltanschaulich neutral in allgemeine Formeln flüchten müssen, können wir geradeheraus reden – von dem Halt des Glaubens, von der Hoffnung in diesem und im nächsten Leben! Denn Menschen braucht zur Bewältigung dieser Krise mehr als Virologen, Politiker und Journalisten sagen können….

Aus diesem Grunde treten wir mit der Aktion „Gut beschirmt leben“ an die Öffentlichkeit. Mit einem 5x5 m großen Plakat erinnern wir daran, dass es Gott ist, der unser Leben (er-)hält. Er ist es, der uns Hoffnung gibt und Kraft zum Durchhalten. Und als „eye-catcher“ (weil Anglizismen gerade so angesagt sind) haben wir einen Regenschirm-Himmel mit etwa 70 Regenschirmen, die symbolisieren: „Gott ist unser Schutz; er gibt uns Freude in dieser Zeit!“ Der Plan ist (ich schreibe dies, vor der Installation), dass die Schirme über der Terrasse zum Gemeinde-Café ein Dach bilden - ein Dach das zum Himmel hin aufbricht, so dass die Schirme anfangen zu fliegen! Mal sehen, ob das so gelingt.

Mit dem Regenschirm-Himmel wollen wir daran erinnern, was im öffentlichen Bewusstsein oft nicht zu sehen war und ist: Gott ist unser Grund zu Zuversicht und Freude! In dieser Krise haben wir ihn vor Augen! Er freut sich über alle, die ihn nicht vergessen und sich an ihn wenden! „Gut beschirmt leben…. weil du nicht alleine bist. ….weil Gott dein Gebet erhört… weil du neu vertrauen kannst.“

Übrigens: Der Text-Teil des Plakates ist austauschbar, so dass wir nach einiger Zeit mit frischen Impulsen nachlegen können.

Christian Pestel

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