Neues von Schwabs aus Mexiko

Seit sechs Monaten sind wir jetzt schon im Wesentlichen zu Hause, auf social distancing. Da Marc und ich viele unserer Aufgaben von zu Hause erledigen können, sind wir beide gut beschäftigt und haben für manche Projekte sogar mehr Zeit als unter normalen Umständen. Aber wir können nicht nach Amoltepec, da das Reisen eingeschränkt ist und viele Gegenden abgesperrt sind. Selbst Mitla, wo wir wohnen, lässt nur noch Leute ins Dorf, die nachweisen können, dass sie hier leben. Wir hatten uns so darauf gefreut, im April und jetzt während der Sommerferien als Familie ins Dorf zu fahren, aber wir wissen, dass wir nicht die Einzigen sind, die ihre Pläne ändern mussten; das betrifft uns alle, weltweit.

Von Zeit zu Zeit hören wir von Gregorio. Es gibt zwar Strom und Internet in Amoltepec, aber nicht so, wie wir das gewohnt sind. Internet gibt es nur in einigen Internetcafés, und selbst wenn es funktioniert, ist es seeehr langsam. Bei starken Winden oder starken Regenfällen (die derzeit oft vorkommen, da wir uns in der Regenzeit befinden) fallen dann oft sowohl Strom als auch Internet für mehrere Tage aus.

Manche unserer Kollegen arbeiten in dieser Zeit über Internet mit ihren Übersetzern, aber wie ihr seht, ist das für uns eher schwierig. Wir sind dankbar, dass Gregorio so selbstständig ist und auch ohne uns weiterarbeitet, aber ich denke doch, dass ihm das Feedback und Marcs monatliche Besuche schon sehr fehlen.

Deshalb möchte ich euch einladen, besonders für Gregorio zu beten. Im Mai war seine ganze Familie krank. Auf die Frage, ob es Covid war, sagt Gregorio, dass die Ärztin meinte, es könne nicht Covid sein, weil sie nicht krank genug waren. Wir wissen, dass das nicht unbedingt ein Kriterium ist, sind aber dankbar, dass es ihnen gesundheitlich besser geht. Dafür hatte er mit einigen Anfeindungen zu kämpfen; Gerüchte und unberechtigte Vorwürfe haben ihn sehr getroffen, und er bat uns für, seine geistliche Stärke zu beten. Er ist ja unser Übersetzer, aber neben seiner Arbeit als Übersetzer hat er auch eine Motorrad-Werkstatt (nicht wie man sich eine Werkstatt vorstellt, sondern eine kleine Holzhütte am Rande der Straße, in der er seine Werkzeuge und Ersatzteile lagert), und wie jeder in Amoltepec muss er außerdem selbst Mais und Bohnen pflanzen, damit sie im nächsten Jahr genug haben. Bitte betet für ihn, für Kraft für Gesundheit, aber auch, dass alltägliche Aufgaben ihn nicht davon abhalten, an der Übersetzung zu arbeiten, und dass Gott ihn jeden Tag ermutigt und ihm Freude schenkt. Derzeit arbeitet er übrigens gerade an der Revision und Korrektur schon übersetzter Texte aus verschiedenen biblischen Büchern, unter anderem an Genesis, der Apostelgeschichte und der Offenbarung.

Und bitte betet für ganz Mexiko, dass das Coronavirus bald eingedämmt wird und wir alle wieder mehr Bewegungsfreiheit haben.

Ellen Schwab

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