Ein Puzzle. Gott. Wir. Ich.

Ich gehe in einen Raum. Stutze. Sehe ein großes Puzzle an der Wand. Bleibe stehen und denke: Irre. Ein tolles Bild. So viele Teile!


Und fange an zu zählen: 248! Große, kleine, eckige, runde…

Dann schaue ich genauer hin: Jedes Teil ist ein Gesicht oder nur ein Teil davon. Das eine Gesicht schaut ernst, das andere lächelt, ein andere grinst… Ich sehe junge Gesichter und auch ältere. Eins weint, ein anderes lacht.


Was für ein Puzzle. Was für ein Ausdruck. Ich komme nicht los davon. 248 Teile. 248 Gesichter. 248 Menschen. So super gemacht!


Ich schau noch einmal hin. Einige Teile fehlen. Manche Flächen sind leer. Das habe ich zuerst gar nicht bemerkt. Das Puzzle ist nicht fertig.

Und schon verändert sich das Bild für mich.

Das Besondere: Kein anderes Teil passt auf ihre „Fläche.“


Ich stehe vor dem Puzzle und frage mich, warum sie wohl fehlen und wer es wohl zusammengelegt hat. 248 Teile bedeuten, dass man Geduld haben muss und Perspektive. Man muss ausprobieren und ein Bild vom Ganzen im Kopf haben. Man benötigt Liebe zum Einzelnen und Begeisterung für das Ganze.


Jesus fällt mir ein. Das kann nur er gewesen sein. Er ist es, der die „Teile entdeckt hat“, sie zusammengepuzzelt hat zu einem Bild. Getrieben von der Leidenschaft, ein Bild vom Gottes Reich entstehen zu lassen… durch diese 248 Leute. Hier. Und getrieben von der Sehnsucht hat nach denen, die noch fehlen.


Ich denke, was für eine Wertschätzung. Beteiligt zu sein am Reich Gottes. Ein „Teil“ zu sein im „Puzzle“. Eine, einer von 248.


Ob es die wissen, die fehlen? Wer sagt es ihnen? Sie sind auch ein „Teil“ von diesem Bild. Ohne sie fehlt da etwas.


248 „Teile“. Mitglieder dieser Gemeinde. Freunde. Kinder.

248 „Teile“ . Menschen. Von Jesus gefunden und „hingelegt“ einem Bild.

Und ich darf „probieren“, wo ich hineinpasse. Vielleicht dort: zu klein der Platz. Oder hier… oder… oder… - Aber da. Es passt!


Und ich fühl mich wertgeschätzt, ein Teil des Ganzen zu sein. Ich spüre: Ich bin wichtig, und darf es sein. Nur mit mir, wird es „ein - Bild“. Geformt, gelegt von Jesus. Ich fühle mich so gut.


Und nun?

• Ich blätter um und lese weiter –

• Oder: ich halte an. Freue mich über diese Berufung… ein „Teil“ zu sein in diesem

„Puzzle“. In dieser Gemeinde. Was für eine Wertschätzung von Jesus zu mir.

• Oder: beim Lesen, eine Sehnsucht erwacht, ich möchte, dass mein Teil, mein Bild

(wieder) in‘s Puzzle gelegt wird… und spreche mit jemanden darüber.


Gut zu lesen: 1. Korinther 12, speziell Vers 27:

Ihr seid der Leib von Christus! Jeder Einzelne von euch ist ein Teil davon.

Peter Borchert


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