Gedanken zum Monatsspruch für August
- dierkevers
- 1. Aug. 2021
- 1 Min. Lesezeit
Gedanken zum Monatsspruch für August: „Neige, HERR, dein Ohr und höre! Öffne, HERR, deine Augen und sieh her!“ (2. Könige 19,16)
Dieser Aufruf an Gott ist nicht der einzige seiner Art in der Bibel. Er findet sich so ähnlich noch an zahlreichen anderen Stellen, insbesondere in den Psalmen. Ehrlich gesagt: Als Jugendliche war ich oft irritiert, wenn ich beim Bibellesen über solch einen Ausspruch gestolpert bin. Hatte ich nicht gelernt, dass unser allwissender Gott alles sieht, alles hört, immer präsent ist? Ich muss ihn doch nicht daran erinnern, auf mich zu sehen? Ich muss ihn doch nicht auf mich aufmerksam machen, damit er mir zuhört?
Mit der Zeit habe ich unseren HERRN besser kennen gelernt. Und damit meine ich selbstverständlich nicht, dass er nicht allwissend, allsehend, allhörend, etc. ist! Nein, ich habe vielmehr gelernt, dass ich mit allen meinen Gefühlen zu ihm kommen kann, auch wenn sie negativ sind. Ich darf ihm meine Sorgen und Nöte bringen, und er wird mich mit offenen Armen empfangen. Es ist in Ordnung, wenn mich eine Situation frustriert, und ich darf dies Gott gegenüber auch ausdrücken. Meine Gebete müssen nicht immer „schön“ sein, wohl formuliert und ordentlich vorgetragen. Gott möchte mich (und natürlich auch dich!) echt erleben und eine ehrliche Beziehung aufbauen, keine geschönte. Das lese ich in diesem Monatsspruch, und dafür bin ich dankbar.
Katharina Peteani




Vielen Dank für diesen tiefgründigen Impuls zum Monatsspruch. Es ist immer wieder erstaunlich, wie ein biblisches Wort uns im Alltag begleiten und unsere Perspektive verändern kann. Diese täglichen Rituale, sowohl die geistlichen als auch die ganz praktischen, sind es, die uns erden und zentrieren. Ein schönes Beispiel dafür, wie man Alltagsgegenstände mit tieferer Bedeutung aufladen kann, finden Sie hier. Mir kam beim Lesen der Gedanke, wie stark die Verbindung zwischen körperlicher und seelischer Reinheit in unserer Tradition verankert ist.
Die Symbolik im Alltäglichen
Oft übersehen wir die kleinen Dinge, die uns umgeben. Doch gerade sie können zu Ankern unseres Glaubens werden. Nehmen wir die Farbe Grün. In der christlichen Ikonographie steht Grün für Hoffnung, für das ewige Leben, die Auferstehung…