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Gegen Hunger und Einsamkeit

Gedanken zum Weinheimer Mittagstisch


„Wir freuen uns, dass Sie bei uns sind.“ Und: „Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit.“ Oder: „Sie können gerne Nachschlag nehmen.“ So wurden die Gäste nach einem geistlichen Input und Gebet beim Weinheimer Mittagstisch in unserer Gemeinde begrüßt. Zwischen 60 und 98 bedürftige Menschen (aus Weinheim und Umgebung) wurden für eine Woche täglich mit einem Frühstück, einem 3-gängigen Mittagessen und einer Vespertüte für den Abend versorgt. Ein wechselndes Team von 12 – 15 Mitarbeitern unserer und der bulgarischen Gemeinde bereitete und servierte das Essen oder setzte sich für Gespräche an die Tische der Gäste. Es war bewegend, von Lebensgeschichten und Not zu erfahren, aber auch zu hören, wie dankbar viele Gäste waren: für einen Tag im warmen, gemütlichen Raum, für einen gedeckten Tisch mit leckerem Essen, sowie für persönliche Gespräche und Wertschätzung. So manche Gäste haben es uns gezeigt, durch dankende Worte, mithelfen oder kehren beim Aufräumen, ein Gast hat täglich die Zeitungen von Diesbach Medien abgeholt oder wir wurden beschenkt mit Blumen, Kaffee und Kuchen.


Einige Gäste besuchen unsere Gottesdienste oder kommen zum Potluck. Wir alle sind eingeladen, miteinander ins Gespräch zu kommen, und auch über weitere Angebote nachzudenken.


Erfreut waren ebenso einige Menschen aus unserer Gemeinde, denn wir konnten auch ihnen in dieser Woche ein Mittagsmenü bringen.


Am Donnerstag wurden wir von Oberbürgermeister Manuel Just, seinem Pressesprecher Roland Kern und Dana Scheil vom Amt für Soziales überrascht. Gerne nahmen sie das Angebot eines Mittagessens an. Sie begrüßten unsere Gäste im Namen der Stadt Weinheim und brachten ihren Dank und Wertschätzung an die „Helfer“ sehr anerkennend zum Ausdruck …„Ich bin begeistert von dieser menschlichen Atmosphäre“, konnten wir von unserem OB in der Zeitung lesen.


Diese Woche war auch ein Geschenk für uns als Team: Es hat Freude gemacht mit wechselnder Besetzung die Gäste zu bedienen. Nicht nur die Zubereitung und das Servieren des Essens gehörten dazu, auch die Gespräche an den Tischen oder die untermahlende Musik durch die Klavierspielerinnen.


Und: Es war bereichernd, dass wir uns im Team kennengelernt haben. Wir konnten neue Kontakte innerhalb unserer Gemeinde und auch zur bulgarischen Gemeinde knüpfen. Ja, wir haben etwas von der Liebe Jesu in unserem Miteinander spüren und weitergeben können. Ein großes Geschenk!

Manche Helfer haben sich Urlaub genommen oder sind während der Mittagspause gekommen. Einige konnten täglich oder andere für einzelne Tage dabei sein und weitere haben von zu Hause gebetet.

Vielen Dank nochmals an Alle, es war so wertvoll, dass ihr euch unterschiedlich eingebracht und diesen Mittagstisch möglich gemacht habt.

Für das nächste Jahr steht der Termin bereits. Vom 4. bis 9. März 2024 werden wir wieder in unsere Gemeinde einladen. Es lohnt sich dabei zu sein! Merkt euch diesen Termin schon mal vor.


Übrigens: Der Weinheimer Mittagstisch findet seit 24 Jahren als ökumenische Aktion gegen Verarmung und Vereinsamung statt. Jede Kirchengemeinde in der Stadt lädt für eine Woche ein. In diesem Jahr konnten fünf Wochen angeboten werden. Wir als „Baptisten“ sind dankbar für diese jahrelange Zusammenarbeit. Wegen Corona ist der Mittagstisch in den letzten beiden Jahren ausgefallen.


„Suchet der Stadt Bestes“ ist ein Motto unserer Gemeinde. So möchten wir weiterhin unsere Türen für die Menschen in der Stadt öffnen, um unseren Reichtum und Glauben zu teilen. Zusammen mit unseren Gemeinde Veranstaltungen ist der Weinheimer Mittagstisch ist eine gute Möglichkeit.


Kordelia Fischer-Borchert und Harald Weimann

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