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Leitartikel April/Mai 2024

Jetzt haben wir eine lebendige Hoffnung, weil Jesus Christus von den Toten auferstanden ist.

1.Petrus 1,3


Jesus – meine Hoffnung lebt.

Diese Liedzeile schwirrt mir seit ein paar Wochen durch den Kopf.  In der ersten Strophe dieses Songs heißt es:


Zu tief der Abgrund, der uns einst trennte,

zu hoch der Gipfel, der vor mir lag.

Voller Verzweiflung sah ich zum Himmel,

sprach deinen Namen in die Nacht.

Und in das Dunkel kam deine Güte,

zerriss die Schatten tief in mir.

Die Nacht bezwungen, der Sieg errungen: Jesus, meine Hoffnung lebt!

 

Genau das ist der Grund, warum wir Ostern feiern: weil das Grab leer war und Jesus lebt! Jesus hat den Tod besiegt.

Ehrlich gesagt, diese Aussage habe ich schon so oft in meinem Leben gehört - und ebenso selbst wiederum anderen erzählt, dass mich das manchmal gar nicht mehr vom Hocker reist. Es ist für mich so selbstverständlich wie die Schwerkraft: na logisch an Karfreitag wurde Jesus gekreuzigt und an Ostersonntag war er wieder quicklebendig. Das ist ein gesichertes Wissen, das in meinem Kopf gespeichert ist.

Wie gut, dass es da so ein Ohrwurm-Lied schafft, dieses Wissen neu in mein Herz rutschen zu lassen. Diese Tatsache, dass Jesus an Ostern nicht tot geblieben ist – wie es bei jeder anderen Beerdigung absolut der Fall ist – das ist der Grund zur Hoffnung! Es ist die Hoffnung auf ein Leben in der Ewigkeit mit Gott. Dort wird es keine Tränen, kein Leid, keinen Schmerz, keine Trauer, keinen Streit, keine endlosen Diskussionen, keine Missverständnisse, keine Schlaflosigkeit, keinen Krieg, keine Ängste, keine Sorgen, keine unerfüllten Wünsche – einfach nichts – rein gar nichts - schlimmes und schweres mehr geben (vgl. Offenbarung 21,4)! Das wird der absolute Hammer!! Auch wenn ich ehrlich zugeben muss, dass ich mir das zugleich gar nicht so richtig vorstellen kann. Aber ich weiß: das wird gut!

Andererseits mag ich es ja nicht, einfach auf das Jenseits vertröstet zu werden. Schließlich lebe ich hier und heute. Mittendrin in dieser verrückten Welt. (Und laut Lebenserwartung habe ich auch noch einige Jahre hier…)

Genau das ist der Punkt: diese Hoffnung verändert schon heute mein Leben, denn die Ewigkeit beginnt schon hier und jetzt. Schon heute darf ich spüren, dass dieser Abgrund zwischen Gott und mir durch Jesus und das Osterereignis überwunden ist. Ich kann schon heute Gemeinschaft mit Gott haben – quasi ein kleines bisschen davon, wie es dann einmal im Himmel sein wird. In dieser Gemeinschaft mit Gott kann ich wiederum schon heute ganz viel von dem Frieden, dem Trost und der Ruhe (oder Gelassenheit) erleben, wie es dann einmal in Perfektion im Himmel sein wird.

Auch wenn ich mit Gott lebe, heißt es nicht, dass ich vor all dem herausfordernden und schweren im Leben verschont werde. Gar nicht. Aber es heißt, dass ich da nicht allein durch muss! Das ist die Hoffnung die ich habe oder vielmehr meine feste Zuversicht. In der Bibel ist Hoffnung mehr als ein „wahrscheinlich vielleicht“, sondern es heißt, dass ich fest mit etwas rechne.

So wie ich fest damit rechne, dass in meinem Garten bald einige Tulpen aufblühen, weil das grüne Blattwerk schon sichtbar ist. Oder so wie ich selbstverständlich davon ausgehe, dass mein Wecker am nächsten Morgen klingelt, wenn ich ihn am Abend stelle. Und so wie ich zwar wünschte, dass irgendjemand sich über mein Auto erbarmt und es gründlich von Innen und Außen reinigt – aber ich rechne fest damit, dass ich selbst diejenigen sein werde, die diese Arbeit macht.

Und genau so sicher und fest dürfen wir damit rechnen, dass Jesus real, spürbar und erfahrbar ist. Hier und heute. Weil Jesus – unsere Hoffnung lebt!

 

Oder wie es Petrus schreibt: Jetzt haben wir eine lebendige Hoffnung, weil Jesus Christus von den Toten auferstanden ist. (1.Petrus 1,3)


Tabea Winarske

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