Leitartikel Dezember 2020 / Januar 2021

„Aber das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte /

und meine Zuversicht setze auf Gott den HERRN, dass ich verkündige all dein Tun."

(Psalm 73,28)


Was für eine verrückte Zeit! Alles ist von seinem Platz gerückt – Alltag und Beziehungen, Schule und Beruf, Hauskreise über Skype und Gottesdienste mit Abstand. Am verrücktesten aber ist, wie schnell die größte Krise dieser Generation, zum „neuen Normal“ geworden ist, weil man uns das so sagt.


Wie soll man sich darin Freude und Hoffnung bewahren? Wie soll das gehen - für Schüler und Eltern, Angestellte und Unternehmer, Singles und Senioren? Wie geht das, ohne dass wir in dieser C-Krise mutlos werden, depressiv oder aggressiv?


Und da tut Psalm 73 so gut. Der Beter setzt der Verrücktheit seiner Zeit das entgegen:

- „Dennoch, trotz all dem, bleibe ich stets bei dir, mein Gott“ (V.23)

- „Du leitest mich einen guten Weg und ich vertraue dir“ (V.24)

. „Du bist mein Fels und meine Sicherheit“ (V.26)

- „Meine Freude ist auf Gott zu schauen, nicht auf die Angst“ (V.28)

- „Wo andere von den Problemen reden, da rede ich von dir“ (V.28)

Was für eine starke Haltung! Freude und Zuversicht, die nicht in den Umständen wurzelt, sondern in der Beziehung zu Gott!



Was also tun wir in dieser C-Krise, wenn der RKI-Chef Lothar Wieler sagt, wir müssten noch lange „die Po-Backen zusammenkneifen“? Ich denke, wir sollten über die Formulierung erst einmal laut lachen! Soll er sich ruhig darauf konzentrieren, wenn er das mag! Wir aber richten unsere Gedanken lieber auf etwas anderes. Wir besinnen uns auf Gott, dem wir alle Ängste und Sorgen bringen; wir freuen uns an ihm und wir halten daran fest, dass er unser Leben in seiner Hand hält!

Wir gehen jetzt auf Weihnachten zu und da sehen wir: Gott kam in diese Welt mit all ihren Problemen! Er hat er seinen Sohn gesandt, damit wir wissen: Wir sind geliebt! Wir sind gehalten! Wir sind erlöst! Was für eine Freude und Hoffnung, gerade in dieser Zeit!

Lassen wir uns nicht verrückt machen: Während alle gebannt auf das Virus sehen, dass sie doch gar nicht sehen können, da achten wir auf Jesus, den wir in allem sehen können! Wo alle von Krise und Problemen reden, wollen wir lieber von Jesus reden, der unsere Freude und Zuversicht ist. In den leichten Zeiten, da wird gar nicht so recht deutlich, wieviel er uns bedeutet! Aber jetzt ist die Zeit, da wird es uns neu bewusst – und wir zeigen es anderen: „Das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf den HERRN, dass ich verkündige all dein Tun.“

Christian Pestel


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