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Weil DU es sagst

Stell dir vor, dein Arbeitstag lief gar nicht gut. Du hast keine guten Ergebnisse und deine Ziele nicht erreicht. Blöd ist nur, du bist selbstständig und in deinem Beruf zählt jeder Tag. Was ist, wenn es die ganze Woche oder sogar den ganzen Monat so geht?

So erging es Petrus; er fischt die ganze Nacht durch und fängt nichts. Er sitzt da und repariert seine Netze. Wahrscheinlich denkt er die ganze Zeit daran, dass er jetzt keine Fische zu verkaufen hat. Wie soll er seine Familie ernähren? Was ist, wenn es ihm die ganze Woche so ergeht?

Jesus steigt dann in sein Boot und es ändert sich alles. Alle am Ufer hören zu, wie Jesus spricht. Wenn wir Jesus lauschen, hat er Tolles zu sagen.

Auf einmal sagt ihm Jesus, dass er raus in die Tiefe und seine Netze rauswerfen soll. Er hätte sagen können: Hey, ich bin hier der Experte. Du hast keine Ahnung vom Fischen. Man fängt abends keine Fische, ganz besonders nicht in der Tiefe. Ich bin müde und gehe heim.

Stattdessen sagt er aber: „Weil du es sagst“, und macht es. Also, irgendwie ist er von Jesu Reden schon beeindruckt. Er redet mit Autorität (Math. 7,29). Wir wissen was passiert: Ein riesiger Fang, enorm, Petrus muss Hilfe holen, Netze drohen zu reißen. Die Familien sind mehr als versorgt.

Die Zuschauer am Strand hören alles mit und sind auch beeindruckt von Jesu Reden und sehen, was passiert ist. Sowas haben sie noch nie gesehen. Sie staunen über diesen Wanderprediger und wollen noch mehr von ihm hören und sehen. Einige folgen ihm nach.

Petrus geht sein Reden unter die Haut. Er stellt Jesus sein Boot zur Verfügung. Geht mit ihm raus, obwohl alles dagegenspricht. Zum Schluss bekommt er eine Ahnung davon, wer Jesus ist und wer er selbst ist: „Geh weg. Ich bin ein sündiger Mann.“

Ich möchte uns ermutigen: Hört was Jesus zu sagen hat und staunt über ihn, folgt ihm nach. Aber legt noch eins drauf: Stellt ihm eure Boote zur Verfügung, was auch immer das sein mag. Eure Zeit, eure Gaben und Talente, eure Ressourcen. Was meint ihr, was er daraus machen kann? Es wird eure Vorstellung bestimmt weit übertreffen. Denn wenn Jesus in dein Boot steigt, ändert sich alles! Und noch mehr. Ihr werdet ihn immer mehr erkennen, wie er wirklich ist, Stück für Stück.

Was mich aber am meisten beeindruckt in dieser Geschichte, sind diese vier Worte von Petrus: „Weil du es sagst.“ Was Jesus uns sagt, verstehen wir oft nicht. Unser menschlicher Verstand kann das Ewige, das Himmlische nicht fassen. (Jes. 55,8) Manchmal macht vieles überhaupt keinen Sinn. Ob es uns gefällt oder nicht, wir sind von unserer Kultur und Zeit geprägt und oft scheinen uns Jesu Worte radikal, unrealistisch, nicht zeitgemäß. Gewiss, solange wir uns nicht zu sehr von der Welt unterscheiden, bekommen wir auch keinen Gegenwind, keine Anfechtung. Sobald wir aber sagen: „Weil du es sagst“, ist die Welt gegen uns. (Joh. 15,19; 16,33; 17,14). Das sehen wir hier zulande nicht so heftig wie z.B. in Nord-Korea, aber es scheint immer präsenter zu werden. Ich möchte, wie Petrus, sagen: Jesus, das verstehe ich nicht, aber weil DU es sagst, werde ich folgen, komme was mag. Lasst uns lieber vom Schöpfer des Universums lernen, auch wenn die ganze Welt den Kopf schüttelt. Nicht nur dann, wenn mein Gehirn einverstanden ist, sondern weil ER es sagt. „Alle Erkenntnis beginnt damit, dass man Ehrfurcht vor dem HERRN hat. Nur ein Dummkopf lehnt Weisheit ab und will sich nicht erziehen lassen.“ (Spr. 1,7)

Carmen Stumpf

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