Leitartikel August / September 2019

„Und Gott vollendete am siebenten Tag seine Werke und er ruhte am siebenten Tag von seinem ganzen Werk, das er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn.“ (Gen 2,2-3) Eine Frau betritt ein Eisenbahnabteil und setzt sich. Sie sagt zu einem Mann: „Wären sie bitte so nett und legen mir das Bein hoch?“ Der Mann sagt: „Aber gern!“ Doch dann sagt sie: „Und dürfte ich sie bitten, auch noch das andere Bein hochzulegen?“ Da fragt er: „Ja, gute Frau, was haben sie denn?“ Sagt sie: „Ich habe Urlaub!“ Manchmal brauchen wir genau das: Urlaub! Wegfahren! Entspannen! Sich bedienen lassen! Nach einem harten Schuljahr oder einer anstrengenden Zeit im Beruf, tut das so gut. Wir kennen

Blick über die Stadt

Mit etwas Glück kann man in Weinheim eine merkwürdige Gruppe antreffen: 8-12 Personen, die umherlaufen und sich angeregt unterhalten, die an markanten Punkten stehen und reden - und manchmal wirkt es, als würden sie dort beten…. Wer das sieht, hat vermutlich den „Blick über die Stadt“ getroffen, eine ökumenische „Weggemeinschaft“. Seit 6 Jahren schon fragen wir uns als Christen aus kath. Kirche, ev. Kirche, Liebenzeller Mission und unserer Gemeinde, was Gott in Weinheim tun will. Und da dies in den Stadtteilen, Schulen und sozialen Brennpunkten besser zu sehen ist, als in netten Gemeinde-Räumen, laufen wir umher, reden und beten. Ein wesentlicher Ertrag dieser Gruppe ist, dass peu a peu ec

GOTT, JESUS CHRISTUS die EHRE und der DANK

So viele haben noch nie für mich gebetet oder Menschen, Werkzeuge Gottes Ich wurde am 18.6. in der Herzchirurgie in Heidelberg am Herzen operiert. Eine Besonderheit war, dass ich ohne Angst, im Vertrauen auf Jesus Christus, die Zeit vor der Operation erlebte. Selbst am Morgen vor der Operation brauchte ich kein Medikament zur Beruhigung. Am Tag vor der Operation kam ich mit einer Patientin ins Gespräch, die mir sehr begeistert erzählte, welche Ärztin sie operiert hatte, und dass ihr Mann erfahren hatte, welch eine Koryphäe sie auf ihrem Gebiet sei. Und ich hatte erfahren, dass ich u.a. auch von dieser Ärztin operiert werden sollte. Ein weiterer Oberarzt, der mich am nächsten Tag operier

Das literarische Quartett 5

eine Predigtreihe im Herbst 2019 in der EFG Weinheim Der moderne Mensch – ist er höherentwickelt, weiter und besser, wie es die Geschichtsschreibung beteuert? Oder ist er zutiefst verlassen und verloren und einsam, wie es die große Literatur eindrücklich zeigt? Auch die Bibel zeichnet facettenreich das Bild des Menschen in einer existentiellen Krise. Und so sollte sich ein fruchtbarer Dialog finden lassen zwischen den Werken der neueren Weltliteratur – und der Bibel. 22.09. „Der alte Mann und das Meer“ und die rastlose Jagd nach Glück Ernest Hemingway im kollegialen Austausch mit Petrus über Fischfang und den Fang, der alles verändert (Lk 5). 27.10. „Der kleine Prinz“ und die rad

Der Sieg von Jesus in Seelsorge und Leben Ein Seminar für Seelsorger mit Michael Großklaus

Am 12. Oktober findet bei uns ein Tages-Seminar mit Dr. Michael Großklaus statt. Der Psychologe und Pastor der EFG Villingen hat zu dem kontroversen Themenfeld psychischer Erkrankung und Okkultismus promoviert. Wer nicht an die Existenz von Geistern glaubt, wird das schnell abhaken, doch wer im Gefolge der Bibel als Seelsorger damit rechnet, für den ist das ein wichtiges und schwieriges Thema. In der ersten Einheit geht Michael Großklaus der Frage nach „Okkult belastet oder psychisch krank?“ (Das gleichnamige Buch kann über unseren Büchertisch bezogen werden, Gerth Medien, 2019). Ausgehend von Bibel und biblischem Menschenbild, sowie medizinischer und psychologischer Forschung, gibt er theol

Etwas Küchentisch-Psychologie

Kürzlich habe ich ein Kind gehört, das ganz geläufig von „meinen Rechten“ sprach. Soziologische und psychologische Begriffe sind also schon bei Grundschulkindern angekommen. Von da an begleiten sie uns und als Erwachsene reden wir souverän von „Bedürfnissen“, „Erwartungsdruck“, „Abgrenzung“, „Selbstachtung“ oder „Traumata“. Eines dieser Fachworte gebrauchen wir gerne, doch ich frage mich, ob es nicht oft Problem verdeckt und verstärkt, statt sie zu lösen. Ich meine das Wort „Verletzung“. Oft denken, hören oder sagen wir ja: „Das ist verletzend! - - Ich bin verletzt“. Wir meinen damit, dass wir uns in unseren Rechten, Interessen oder Würde beeinträchtigt fühlen. Natürlich gibt es solche psych

"Baustelle Zukunft" in Haiti

Nach acht Monaten haben wir erneut unsere Koffer gepackt, um im Auftrag von GAiN nach Haiti ins Kinderheim in Ҫa-Ira zu reisen. Seitdem ist viel passiert: • Die Fördergelder des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für den zweiten Schulbau sind bewilligt worden. Seit April läuft diese Baustelle auf Hochtouren, ebenso der Neubau des ersten Mitarbeiterhauses für die Familie der Schuldirektorin. • Die Kinder lernen mit Begeisterung Musikinstrumente, die teilweise geliehen, teilweise gespendet sind. Einmal pro Woche gibt es im großen Auditorium Musikunterricht für alle (gleichzeitig!). Ein kleines Orchester konnte gebildet werden. • Ein Sozialarbeiter wu

Ziel erreicht?

In Matthäus 28 Vers 19 (hier in der ganz alten Luther-Version) heißt es: „Gehet hin in alle Welt und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.“ Es gibt heute keinen Staat mehr, in dem es gar keine Christen gibt. Selbst in Nordkorea, wo die Verfolgung am härtesten ist, gibt es im Geheimen etliche Christen. Also Ziel erreicht? Jesus meinte nicht Staaten im staatsrechtlichen Sinn, sondern Völker – und auch damit sind nicht Staatsangehörige gemeint, sondern Volksgruppen. Es gibt zwar nur 194 (plus 12 umstrittene) Staaten auf der Welt, aber, da herrscht Einigkeit, etwa 17.00

Einige respektable Sünden (Teil 1)

Als ich anfing, psychische Erkrankungen zu studieren, geschah mir etwas was sehr häufig unter den Studienanfängern ist; ich dachte, ich leide mehr oder weniger stark unter fast allen Krankheiten, die im Studium behandelt wurden. Etwas Ähnliches geschah mir, als ich ein Buch mit dem Titel "Respectable Sins" von Jerry Bridges las. Im Gegensatz zu psychischen Erkrankungen gibt es keine Abstufung der Sünde in Bezug auf ihre Wertigkeit hinsichtlich ihrer Schwere, oder zumindest ist es das, wofür wir reformierten Christen stehen. Die katholische Lehre unterscheidet zwischen Todsünden (Gier, Völlerei, Stolz, Lust, Wut, Faulheit und Neid) und Fahrlässigkeit oder mangelnder Nachfolge Christi. Meiner

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