Leitartikel Juni/Juli 2020

„Wie wohltuend ist es, wie schön, wenn (Glaubens-) Brüder (und Schwestern), die beieinander wohnen, sich auch gut verstehen! Dort will der Herr seinen Segen schenken, Leben, das für immer besteht.“ (Ps 133,1.4) Nun sind es schon 9 Wochen, seitdem wir uns nicht mehr zu Präsenz-Gottesdiensten treffen dürfen. Wenn der Gemeindebrief herauskommt, werden es 12 Wochen sein. Doch wie wird es wohl sein, wenn wir wieder gemeinsam Gottesdienst feiern dürfen? Wird es uns leichtfallen oder werden wir uns an anderes gewöhnt haben? Wieder pünktlich um 10 Uhr da zu sein? Nicht im Pyjama Gottesdienst zu feiern und ohne Kaffee-Tasse vor sich? Sind 1,5-Stunden-Gottesdienste heutzutage überhaupt noch zumutbar?

Gut beschirmt leben

Unsere Gesellschaft erlebt gerade eine große Krise. Eine bisher unbekannte Krankheit bedroht uns, Corona oder Covid 19 oder auch SARS CoV 2 genannt. Das öffentliche Leben ist zum Erliegen gekommen („shutdown“), das Privatleben ist tiefgreifend unterbrochen („social distancing“). Unsere Planungen und Gewissheiten sind über den Haufen geworfen und die Zukunftsaussichten sind trübe geworden. Für meine Generation ist es die erste tiefe gesellschaftliche Krise überhaupt. Durch die Medien sehen wir, wie gefährlich diese Krankheit ist, wie in verschiedenen Ländern gelitten und gestorben wurde. Wir haben in diesen Wochen gelernt, auf Fachleute zu hören, etwa Virologen, Epidemiologen, Statistiker ode

Mission Lesbos

Hallo ihr Lieben, wie manche von euch vielleicht mitbekommen haben, war in den letzten Wochen in unserem Gemeindehaus viel los: Der Flohraum war voller gestapelter Kistenberge, das Café war mit halb gefüllten Kartons versehen und um erstmal dort hinzugelangen, musste man sich einen Weg zwischen gefüllten Plastiksäcken hindurchbahnen. Vor drei Wochen hat Familie Grabner eine Kleidungssammelaktion für das Flüchtlingslager auf Lesbos, Griechenland, und für Lettland ins Leben gerufen. Leute von außerhalb und innerhalb der Gemeinde haben Kleidung ausrangiert, gespendet und in die Gemeinde gebracht, wo sie dann von Jutta und freiwilligen Helferinnen sortiert und neu gepackt wurde. So entstanden da

Impfung gegen Verschwörungstheorien

Ich gebe es zu: Bisweilen finde ich Verschwörungstheorien recht interessant. Gibt es tatsächlich noch Leute, die meinen, die Erde sei eine Scheibe? Warum meinen manche, die Mondlandung sei in der Wüste Nevada gedreht worden? Und was ist mit den „Out-of-place-artifacts“ in der Archäologie? David gegen Goliath ist immer spannend. Und bisweilen haben sich ja auch Außenseitermeinungen durchgesetzt, die als Verschwörungstheorie begannen, etwa die Unterstützung der RAF durch die DDR oder die massenhafte Ausspähung durch die US-Geheimdienste. Dennoch sind viele dieser „Theorien“ auch brandgefährlich. So führte die Meinung, die Juden strebten insgeheim die Weltherrschaft an (die „Protokolle der Weis

Jede Falte hart erlacht

Allein der Titel „Jede Falte hart erlacht“ hat mir sehr gut gefallen. Andreas Malessa hat in diesem Buch „Humorgeschichten für die besten Jahre“ gesammelt. Diese Geschichten wenden sich in erster Linie an eine Leserschaft der neuen 50+ Generation und werfen einen augenzwinkernden Blick auf die Feinheiten und Sonderbarkeiten des Lebens. Sie sind kurz, sehr humorvoll und kommen schnell auf den Punkt. Gemeinsam mit Roswitha und Wolf-Rüdiger, einem urkomischen Ehepaar, erlebt man Alltagssituationen daheim, bei Freunden, im Urlaub und in der Kirche, wobei es so manches zum Schmunzeln gibt. Das Buch ist im Juni 2019 bei Gerth Medien erschienen, hat 128 Seiten und kostet 12,- €. Für diejenigen, die

Ein Gruß aus Mexiko

Hallo allerseits! Wir grüßen Euch aus Mexiko! Es geht uns gut. Mexiko ist bisher von der Seuche noch relativ wenig betroffen. Wir wohnen im Bundesstaat Oaxaca, etwa so groß wie Österreich, ca. vier Millionen Einwohner. Sowohl die Landesregierung als auch unsere Ortsverwaltung haben relativ früh Maßnahmen zur Eindämmung ergriffen. Schulen und Touristenziele wurden geschlossen, Versammlungen verboten. In Mitla, wo wir wohnen, werden alle dazu angehalten, so weit wie möglich zu Hause zu bleiben, und fast alles, was es im Ort zu kaufen gibt, kann man sich inzwischen bringen lassen! Auch schließen immer mehr Indianergebiete den Zugang von außerhalb ganz; Amoltepec lässt seit Ostersonntag niemande

Lettland-Projekt

Liebe Gemeinde, die Corona-Maßnahmen der letzten Wochen und Monate haben spürbare Auswirkungen bis in unser Gemeindeleben hinein. Wie ihr sicherlich im Online-Gottesdienst bereits erfahren habt, wird auch unser Lettland-Hilfseinsatz mit den Jugendlichen nicht wie geplant in den Pfingstferien stattfinden können. Doch trotz aller Enttäuschung darüber überwiegt die Dankbarkeit. Wir sind dankbar für eure ermutigenden Worte, eure treuen Gebete und eure überwältigende finanzielle Unterstützung! Danke, ihr lieben Gemeindegeschwister, dass ihr das Lettland-Projekt bis zum heutigen Tage mitgetragen und uns in so vielfältiger Weise unterstütz habt! Wir sind dankbar, dass wir den Hilfseinsatz problemlo

Chance und Gefahr zugleich

Krisen sind Chance und Gefahr zugleich – dies gilt auch für die Missionsarbeit während der aktuellen Covid-Pandemie. Die größten Probleme, die wir im Moment sehen – bitte betet dafür: Reise- und Ausgangsbeschränkungen: Missionare und Evangelisten kommen oft einfach nicht mehr hin zu ihren Zielgruppen oder können selbst ihre Nachbarn nicht mehr besuchen. Daraus ergibt sich ein Fokusverlust: Aus den Augen, aus dem Sinn, das kann leider auch für „verborgene“ Völker und Gruppen gelten. Die Nöte vor Ort und innerhalb der eigenen Gemeinde sind oft so groß, dass einfach keine Kapazität mehr zur Verfügung gestellt wird, um zu den Unerreichten zu gehen. Die finanziellen Probleme schlagen stark auf da

Hoffnung auf Normalität

Nach dem so erfolgreichen Start im März unseres Projektes „Essen und mehr“, dass das Küchenteam zusammen mit dem Diakonat Seelsorge als Fortführung des Weinheimer Mittagstisches ins Leben gerufen hat, wurde dies jäh durch die aktuelle Situation unterbrochen. Die allgegenwärtigen strengen Sicherheitsregeln, führten leider zur Absage der beiden Termine im April und Mai. Wir hoffen nun, dass wir am Donnerstag den 25. Juni 2020 unsere Gäste wieder begrüßen dürfen und ihnen neben einem schönen Essen auch wieder etwas Kultur, Zeit für Gemeinsamkeit und Gespräch anbieten können. Hoffentlich ist bis dahin etwas Normalität eingezogen und wir können unsere Gäste motivieren, dass Sie unsere Gemeinde e

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