Leitartikel August/September 2020

„Sei mutig und stark! Denn du sollst diesem Volk das Land als Erbe austeilen! Sei du nur stark und sehr mutig…“ (Josua 1,6-7) Mut ist heute kein allzu großes Thema mehr: Drachen gibt es keine, Ritter braucht es nicht mehr und Lebensgefahr besteht selten. Und so braucht man kaum noch Mut, Kühnheit oder Risikobereitschaft. Wie Museumsstücke stehen sie noch herum, werden bestaunt oder beim Bungee-Jumping erlebbar gemacht. Im Alltag aber geht es heute eher um Sicherheit und Verantwortung, um Planung und Kontrolle. Im Internet werden sogar problematische Inhalte mit einer „Trigger-Warnung“ versehen, um keinen zu erschrecken, zu belasten oder wegen Retraumatisierung verklagt zu werden. Das sic

GRN goes Eastern Europe

Seit Jahren schon gibt es im GRN-Betreuungszentrum an der Viernheimer Straße den Hauskreis um Brigitte Würth. Menschen aus der Gemeinde und Bewohner des Heimes kommen dort zusammen, um zu reden, die Bibel zu lesen und zu beten. Das in einem Raum zu erleben – die große persönliche Not und die Freude an Jesus Christus und an Gottes Wort – ist jedes Mal sehr bewegend! Im Winter nun wurde uns im Hauskreis bewusst, dass die Einrichtung umzieht und der Standort an der Viernheimer Straße aufgelöst wird. Und da entstand plötzlich die Idee: „Warum fragen wir nicht mal nach, ob die GRN die überzähligen Einrichtungsgegenstände für Osteuropa und GAiN spenden will?“ Der Gedanke lag auf der Hand, denn zu

Es gibt noch was anderes

… denken Kordelia und Peter, Helga und Hartmut und auch Maren und Toby. Es gibt noch etwas anderes, als alleine das Leben zu gestalten, alleine zu träumen, alleine zu planen und, und, und … alleine als Single, als Paar oder als Kleinfamilie. So fingen wir an über ein gemeinschaftliches Wohnprojekt nachzudenken. Was wir möchten ist: • gemeinsam wohnen mit anderen Familien, Paaren, Einzelpersonen verschiedener Generationen - jeder in seiner Wohnung und doch zusammen • gemeinsam unseren christlichen Glauben (mit-)teilen • gemeinsam unsere Beziehungen gestalten, auch in Form eines gemeinsamen sozialen Engagements nach außen • gemeinsam das Leben feiern, den Alltag mit seinen Herausforderunge

Eine erste Stufe der Konfliktlösung

„Wenn dein Bruder [und das gilt entsprechend für die Schwester] ein Unrecht begangen hat, dann geh hin und stell ihn unter vier Augen zur Rede. Wenn er mit sich reden lässt, hast du ihn zurückgewonnen.“ (Matthäus 18,15. Die Gute Nachricht) Konflikte sind ein universelles und alltägliches Phänomen. Um uns herum finden alle Arten von Konflikten statt: politische, familiäre, berufliche, freundschaftliche usw. In gewisser Weise, und obwohl sie Teil unseres Lebens sind, ist eine der Folgen, seit COVID 19 in unserer Welt präsent ist, die Zunahme unserer Spannungen und unserer Reizbarkeit, die folglich den Anschein einer größeren Anzahl von Konflikten hervorruft. Auch das Leben von Christen und Kir

"Hausmusik" von Lothar & Margarete Kosse

Der Gedanke, ein Album mit dem Titel „Hausmusik“ aufzunehmen, entstand bereits in der Zeit, bevor dieser Titel durch die Pandemie eine ganz neue Bedeutung bekam. Das Haus von Familie Kosse ist ein Haus voller Musik. Egal ob ein neuer Song entsteht, an einer CD-Produktion gearbeitet wird oder ein kleines Nachbarschaftskonzert stattfindet, ein Tag ohne Musik ist bei den beiden schwer vorstellbar. Da lag die Idee auf der Hand, ein Album aufzunehmen, das komplett in den eigenen vier Wänden eingespielt wird. Mit „HAUSMUSIK“ haben Lothar und Margarete diese Idee künstlerisch umgesetzt. Es geht dem Musikerehepaar darum, im wahrsten Sinne des Wortes „ganz bei sich zu bleiben“, und so einen kleinen i

Gedanken zum Monatsspruch für August

„Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.“ (Psalm 139,14) Vielen Menschen fällt es leicht, die Schönheit in Gottes Schöpfung zu erkennen. Man verbringt ein Wochenende im Grünen und genießt die Natur als erfrischenden Kontrast zum Leben zwischen Beton und Asphalt. Man hängt sich einen großen Kalender mit hochauflösenden Naturaufnahmen in den strahlendsten Farben ins Büro. Man freut sich über den Duft von Blumen im Frühling, über Badeseen im Sommer, über buntes Laub im Herbst und über Schneemänner im Winter. Und während man sich an Pflanzen, Tieren und Landschaften erfreut, fällt es doch so manchem Menschen schwer, beim Blick in

Corona als Chance

Corona ist sicher nicht in erster Linie Chance und Segen, sondern zunächst einmal eine lebensbedrohliche Krankheit, eine weltweite Pandemie, eine wirtschaftliche Katastrophe für Länder, Branchen, Familien und viele Einzelne, sowie ein schmerzhafter Einschnitt in unser aller Leben. Das mit der Chance darf einem also nicht leicht von den Lippen gehen, um nicht die Leidtragenden zu verhöhnen. Und dennoch steckt in dieser Zeit eine Chance, eine Chance auch für uns als Christen. Was aber soll die Chance für uns sein, wo doch „soziale Distanz“ unser Kernanliegen als Gemeinde berührt und oft sogar unmöglich macht und gemacht hat? Stichwortartig würde ich sie so benennen: Die Corona-Krise … … ist fü

Wo es noch keine Gemeinden gibt

Pioniermissionsgesellschaften wie meine (WEC) „gehen dahin, wo es noch keine Kirchen gibt“. Aber wo ist das? Wo ist das Evangelium noch nicht gepredigt worden? Es gibt auf der Erde rund 17.000 Volksgruppen. Diese Einteilung hat nur teilweise mit Staatsangehörigkeit zu tun, aber auch mit Sprache, dem Selbstverständnis als Volk, oder auch, zum Beispiel in Indien, mit den Vorstellungen von „Kasten“. Jede dieser Volksgruppen muss direkt und selbst vom Evangelium erreicht werden, damit auch dort Gemeinden und Gemeinschaft in Christus entstehen kann. Von diesen 17.000 Volksgruppen gehören 4.800 zu den „am wenigsten erreichten Volksgruppen“, was definiert ist als Völker mit weniger als 1 Promille C

Baptisten und Rassismus

Wer kennt sie nicht, die Szene aus dem Film „Blues Brothers“, in der Jim und Elliot in den Gottesdienst einer schwarzen Baptistengemeinde kommen und einen inspirierenden Gottesdienst erleben? Urkomisch und eine wunderbare Anregung für unsere eigenen Gottesdienste! Doch in Zeiten von „Black Lives Matter“ ist das auch ein Impuls, um über Rassismus in unserer eigenen (Konfessions-) Geschichte nachzudenken. Es ist leicht zu denken, dass uns diese Debatte nichts angeht. Und es wäre leicht zu sagen, dass wir auf der Seite der Guten stehen, wo doch Martin Luther King Baptisten-Pastor war! Doch es ist billig, es so zu machen, wie die aktuelle Bilderstürmerei, die mit spitzen Fingern auf andere zeigt

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