Leitartikel Februar/März 2019

„Einer aber [der zehn], die Jesus vom Aussatz geheilt hatte, als er sah, dass er gesund geworden war, kehrte um [zu ihm] und lobte Gott mit lauter Stimme.“ (Lk 17,15) Was für eine dramatische Geschichte: Da sind 10 aussatzkranke Männer, isoliert und vom Leben ausgeschlossen. „Lebende Tote“ sozusagen. Verzweifelt bitten sie Jesus um Hilfe. Er aber heilt sie nicht wie sonst, sondern er schickt sie zur priesterlichen Meldestelle. Das scheint absurd, ist ihre Krankheit ja zu sehen! Doch als sie losgehen, sehen sie, wie der Aussatz verschwindet. Vor ihren Augen wird ihre Haut gesund! Begeistert lassen sie sich vom Priester „gesundschreiben“ und bringen Gott ihre Dankgebete. Jesus aber verge

Die Unsichtbarkeit Gottes

Die Unsichtbarkeit Gottes war ein großes Problem im jüdischen Glauben. Während andere Völker ihre Götter sehen konnten, die Sonnenscheibe, ein Gewitter oder ein Götterbild, war der Gott Israels unsichtbar. Und so entzündeten sich an Gottes Unsichtbarkeit viele Fragen, Verunsicherungen und Zweifel. Die Psalmen sind voller Sätzen wie: „Sie sagen zu mir: Wo ist denn nun dein Gott?“ und: „Wache auf, Herr! Zeige dich uns! Nimm die Hände aus der Hosentasche!“ (Ps 74,11) Auch im Neuen Testament ist die Unsichtbarkeit Gottes ein Problem: Die Jünger sagten zu Jesus: „Zeige uns den Vater, dann genügt es uns!“ (Joh 14,8) Jesus sagte: „Selig sind die, die (Gott) nicht sehen, und doch glauben.“ (Joh 20,2

„Ich bin, wir sind in schwierigen Zeiten…“

Wir möchten, dass Sie, du / ihr dann nicht alleine bist / seid. Wir wissen, dass in der Begegnung mit Jesus „Berge versetzt werden können“, die den inneren Weg versperren, die die atemlose Seele wieder durchatmen lässt. Wir möchten Ihnen / dir zu dieser Begegnung helfen, den Weg zu finden und zu gehen. Das kann durch ein Gebet sein, ein Gespräch, eine Begleitung. „Wir“, das sind Seelsorger/-innen aus dieser Gemeinde. Ein erster Schritt kann der Kontakt zu uns sein - über unsere E-Mail-Adresse: seelsorge@baptisten-weinheim.de oder durch einen Anruf bei Peter Borchert. Wir besprechen dann gemeinsam, wie und mit wem der 2. Schritt aussehen kann. „Ich bin, wir sind in schwierigen Zeiten“ - wi

Niemand sollte alleine kämpfen

Vor kurzem hörte ich eine Predigt über eine meiner Lieblings-Geschichten in der Bibel: David und Goliat (I Samuel 17). Obwohl der heilige Text von verschiedenen und besonderen Davids Fähigkeiten spricht, sehe ich heute besonders die riesige Entschlossenheit, die David vor seiner Familie, vor Israel, vor Saul und vor Goliat damals zeigte. Diese Entschlossenheit führte ihn zum Sieg. Wenn Goliat ihn provozierte: „(...) komm her zu mir, ich will dein Fleisch geben den Vögeln unter dem Himmel und den Tieren auf dem Felde“, sah David nicht den Riesen, sondern den Allmächtigen, der mit ihm kämpfen würde. Wie sonst könnte dieser Junge einen Riesen schlagen? Vielleicht sind deine Riesen die Krankheit

1000!

Keliko ist eine Sprache, die im Süd-Sudan gesprochen wird. Im vergangenen Jahr wurde das Neue Testament in dieser Sprache veröffentlicht. Es ist die 1000. Sprache, in der Wycliff und SIL an der Übersetzung des NT mitgearbeitet haben. Das ist ein gewaltiger Meilenstein und für uns, die wir in einem unvollendeten Übersetzungsprojekt arbeiten, auch eine Ermutigung: Andere haben es auch geschafft! Das erste von Wycliff und SIL übersetzte NT war 1951 auf San Miguel Mixtek in Mexiko. Die Sprache ist nahe verwandt mit Amoltepec Mixtek, wo wir arbeiten, und das Sprachgebiet keine hundert Kilometer entfernt. Auf dem Weg nach Amoltepec sind wir oft durch San Miguel gefahren, und das war immer ein be

"Später will ich einmal Bauarbeiter werden“

Das ist Dieuné, 11 Jahre, aus Ҫa-Ira in Haiti. Seit 6 Jahren lebt er im Kinderheim. Sein Vater war nach dem frühen Tod der Mutter mit der Erziehung mehrerer Kinder völlig überfordert und gab den Jüngsten ab. Er sollte es einmal besser haben. „Später will ich einmal Bauarbeiter werden,“ verkündete Dieuné, als er beobachtete, wie die Männer nach dem katastrophalen Erdbeben von 2010 den Kindergarten auf dem Gelände des Heims wiederaufbauten. Auch die Schlafhäuser sind neu errichtet worden, und das erste von vier Schulgebäuden ist fertig. Dieuné entwickelt sich gut. Er besucht jetzt die 4. Klasse und liebt das Fußballspielen. Im Oktober letzten Jahres konnten wir sehen, wie der sehr schüchterne

Sagen, was ist. Der Fall Relotius und die Kirche

Mitte Dezember platzte beim „Spiegel“ die Bombe: Der preisgekrönte Journalist Claas Relotius gestand, jahrelang Reportagen aufgehübscht oder erlogen zu haben. Er zeichnete klischeehaft eine Südstaatenstadt, um die angebliche Tumbheit der Trump-Wähler zu zeigen; er erfand ein syrisches Mädchen, dem „mehrmals im Traum Angela Merkel erschien“; und das letzte lebende Mitglied der „Weißen Rose“ ließ er Naziaufmärsche in Sachsen geißeln. Für das Gute erfand er Geschichten, wie sie der „Spiegel“ wünschte: Seine „Machwerke fanden begeisterte Leser und Jurys, die sie auszeichneten“ schrieb der Spiegel (Nr. 52). Jetzt weiß man, dass sie falsch waren. Der Fall ist gravierender, als es die „Hitlertagebü

Das Novembermädchen von Katrin Tempel

Bei manchen Büchern muss man unterscheiden zwischen literarischer Qualität und dem Wert der erzählten Geschichte. Ich möchte hier „Das Novembermädchen“ vorstellen, weil ich die Geschichte der Jüdin Lina Morgenstern, um die es darin geht, für absolut beeindruckend, berührend und erzählenswert halte. Lina Bauer wurde 1830 in Breslau geboren. Gegen den Willen ihrer Eltern heiratet sie 1854 Theodor Morgenstern. Sie sind sehr glücklich miteinander und bekommen 5 gemeinsame Kinder. Leider gerät Theodor schon 3 Jahre nach der Hochzeit in finanzielle Schwierigkeiten, woraufhin Lina beginnt, Kinderbücher zu veröffentlichen. Damit ist sie sehr erfolgreich und hält die Familie über Wasser. Lina fä

Gedanken zum Monatsspruch für März „Wendet euer Herz wieder dem Herrn zu und dient ihm allein. (1.

So unterschiedlich unser aller Reise mit Jesus auch sein mag, eins haben wir vermutlich alle gemeinsam: die Ablenkung. Für jeden mag sie anders aussehen: Familie, Arbeit, Hobbys, Lebensumstände... Manchmal klopft die Ablenkung sprichwörtlich an die Tür, manchmal ruft sie uns an, manchmal läuft sie im Fernsehen oder spielt sich in unserem Kopf ab, wenn wir Gedanken nachhängen. Schöne Dinge lenken uns genauso ab wie schreckliche. Das gehört zum alltäglichen Leben. Und dann soll ich ja eigentlich noch ausreichend Zeit für Jesus finden. Wie soll ich ihm allein dienen, wenn ich doch schon so viele andere Aufgaben und Beschäftigungen habe? Wie schaffe ich es, den Fokus trotz aller Ablenkungen auf

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