Leitartikel Dezember/Januar 2019/20

„Das Volk, das in der Finsternis lebt, sieht ein helles Licht… Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter.“ (Jes 9,1.5) Dezember 1914 an der Westfront: Nach dem schnellen Angriff der Deutschen auf Belgien und Frankreich, liefern sich beide Seiten bald einen ruinösen Stellungskrieg. In Schützengräben stehen beide Seiten dicht beieinander, oft nur wenige Meter voneinander entfernt. Auf beiden Seiten lebten die Soldaten in Kälte, Schlamm und mit dem Tod. Und dann wurde es Weihnachten. Wie es begann ist nicht ganz klar, doch bei Ypern in Belgien fingen wohl deutsche Soldaten an Weihnachtslieder zu singen. Auch Weihnachtsbäume soll es ge

Ergebnis der Wahl zur Gemeindeleitung

Am 17. November haben wir für eine vierjährige Amtszeit drei neue Älteste gewählt, die gemeinsam mit den beiden Hauptamtlichen, Christian Pestel und Tabea Winarske, die Gemeindeleitung bilden. Die Wahl ist vielen von uns schwergefallen – wir hatten sechs Kandidaten, und ich selbst habe aus allen Ecken Stimmen gehört, die alle sechs für absolut geeignet und wählbar hielten. Gewählt wurden dann: • Magdalene Evers • Jochen Kohn • Carmen Stumpf Wir wünschen euch drei Neu-Ältesten Gottes Segen, Weisheit, Freude an und bei der Arbeit und Geduld mit uns anderen. Und bei den Nicht-Gewählten sind wir uns sicher, dass sie deshalb nicht gewählt wurden, weil Gott andere Auf

Was der Laie blökt

Ich sitze gerade in einem Fach-Vortrag über das Alte Testament und höre mir die neusten Forschungsergebnisse an. Aber so neu ist das alles nicht: Abraham, Isaak und Jakob hätten nie gelebt; von Mose wüssten wir nichts; die Thora sei erst um 500 v.Chr. entstanden; und die Texte seien späte Kunstprodukte, in denen man all die Brüche sähe. Doch da es alle 20 Jahre einen intellektuellen Tapetenwechsel braucht, gibt es ein paar neue Modelle und Debatten und man erzählt uns das Alte wieder neu. Da mich das schon vor 25 Jahren nicht überzeugt hat, nutze ich die Zeit, um meine Gedanken mitzuschreiben: Was ich hier höre, das klingt so wissenschaftlich. Einige der neuen Fremdworte sollte ich mir merke

Gebetswoche für die Einheit der Christen 18.-25. Januar

Jedes Jahr findet weltweit die Gebetswoche für die Einheit der Christen statt, in Deutschland stellt die ACK dafür Material zur Verfügung (https://www.oekumene-ack.de/themen/geistliche-oekumene/gebetswoche/2020/). Aber auch unabhängig von Woche und Material ist die Einheit der Christen ein wichtiges Anliegen. Einheit ist nicht selbstverständlich Meine Vorfahren stammen aus einer streng calvinistischen (reformierten) Gegend, und noch zur Zeit meiner Urgroßeltern waren sich die Christen dort ganz sicher, dass Katholiken genauso Ungläubige sind wie „Mohammedaner“ und also bekehrt werden müssen, damit sie nicht auf ewig verdammt werden. Bei Lutheranern war man sich nicht so sicher, schließlich

Gedanken zum Monatsspruch für Januar: „Gott ist treu.“ (1. Kor 1,9)

Ich denke gern über komplizierte Sachverhalte nach, erforsche komplexe Themen, vergleiche kontroverse Bibelstellen, schlage Bibelverse auf Griechisch und Hebräisch nach, und führe anregende Gespräche mit anderen Christen zu genau den Themen, die auf den ersten Blick nicht ganz eindeutig sind. Es bereitet mir Spaß, mich auch über mehrere Wochen mit Kontroversen zu beschäftigen und meinen Kopf dabei anzustrengen. Und genau dieses letzte Wort ist der springende Punkt – das kann mit der Zeit ganz schön anstrengend werden... Der Kopf raucht und die Gedanken müssen erst einmal neu sortiert werden. Oder es kommen äußere Lebensumstände dazu, die zuweilen mehr Kraft kosten, wie beispielsweise Stress

Kranichland

Johannes Groen muss nach dem Krieg aus Schlesien fliehen und kann in Rostock eine neue Heimat finden. Dort lernt er Elisabeth kennen. Die beiden verlieben sich ineinander und ziehen nach einiger Zeit als junges Paar nach Ost-Berlin. Dort wachsen ihre Töchter auf, und Johannes arbeitet fieberhaft am Aufbau des Sozialismus mit. Wie sehr er in Abhängigkeit seines Vorgesetzten gerät und wie sehr seine Familie ihm durch seinen beruflichen Einsatz entgleitet, bemerkt er nicht, bzw. zu spät. Seine Frau verliebt sich in einen anderen Mann und seine Tochter Marlene rebelliert im Teenageralter zusammen mit ihrem Freund offen gegen die DDR. Als die beiden jungen Leute die Flucht in den Westen planen, g

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